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angelika.linnenbrink
angelika.linnenbrink@freenet.de · 23 Nachrichten
2025.12.04
Guten Abend Angelika, na dann wünsche ich dir ebenfalls einen guten Abend. Brieffreundschaft ist für mich auch eine neue Erfahrung. Einfach mal raus aus dem eigenen Alltag, andere Gedanken und Lebensweisen in Ruhe kennenlernen – das gefällt mir daran. Liebe Grüße Jürgen P.S.: In meiner Schulzeit wurden alle Nachnamen verkürzt und endeten auf „i“. Deshalb Richi. Es ist dir überlassen, ob du mich Richi oder Jürgen nennst. ;-)
21:05 Uhr
2025.12.05
Hallo Jürgen Danke für deine Antwort. Dann frage ich mal: Tagebuch hat Erinnerungen für mich. Die erste Liebe alles wurde drin festgehalten, jedes Detail. Bis Mama es fand .... absoluter Vertrauensbruch war das für mich. Jetzt im Alter noch eins zu führen? Hab ich noch nicht drüber nachgedacht.  Stress ,Spannungen abbauen? Hab ich nicht. Tagesablauf da ist nichts so interessant das ich  aufschreiben würde. Was ist für dich daran interessant und warum brichst du es nach einigen Tagen wieder ab? Freue mich über Antwort  Angelika
14:08 Uhr
2025.12.06
Liebe Angelika, danke für deine Nachricht. Das, was du über deine Mutter schreibst – dieser Vertrauensbruch – geht wirklich gar nicht. So etwas prägt einen, und ich kann gut verstehen, dass man danach lange keinen Gedanken mehr an ein Tagebuch verschwendet. Ich habe nach der Wende zum ersten Mal versucht, mit dem Tagebuchschreiben zu beginnen. Damals hatte ich ein Persönlichkeitstraining, und ich habe es mehrmals probiert – mal eine Woche, mal einen Monat. Aber ich habe es nie dauerhaft in meinen Tagesablauf integriert bekommen. Wenn ich die alten Einträge heute lese, bin ich selbst überrascht, wie spannend sie sind. Ich weiß sofort wieder, wann und wo ich das geschrieben habe. Auf einmal ist alles wieder da. Und gleichzeitig ertappe ich mich manchmal dabei, dass ich gar nicht so genau weiß, was ich gestern gemacht habe – oder warum plötzlich schon wieder eine Woche vergangen ist. Für mich bedeutet Tagebuch nicht unbedingt „jeden Tag schreiben“. Warum nicht? Weil ich oft erst einmal nach innen horche. Wenn du fragst „Stress, Spannungen abbauen?“, dann frage ich mich selbst: Was ist es bei mir eigentlich? Du schreibst: „In meinem Tagesablauf ist nichts so interessant, dass ich es aufschreiben würde.“ Genau das ist einer der Gründe, warum ich gern ein Tagebuch hätte: um mir bewusst zu machen, was jeden Tag besonders macht – auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht. Du fragst: „Was ist für dich daran interessant?“ → Die spätere Rückschau. Zu sehen, was mich beschäftigt hat, welche Wege ich gegangen bin, welche Gedanken wiedergekehrt sind oder sich verändert haben. „Warum brichst du es nach einigen Tagen wieder ab?“ Ich breche es nicht wirklich ab – ich denke zu viel darüber nach. Wenn ich einen Satz schreibe, fällt mir oft ein, was ich vorher hätte erklären sollen, damit man die Zusammenhänge versteht. Dann streiche ich, fange weiter vorn an, komme vom Hundertsten ins Tausendste – und aus einer kurzen Notiz wird ein kleiner Roman. Das schaffe ich nicht regelmäßig. Aber genau das möchte ich lernen: aus der Hüfte schreiben, kurz und einfach – und erst, wenn der andere mehr wissen will, tiefer gehen. Für mich ist das Ziel eines Tagebuchs oder auch eines Briefwechsels, dass ich mich später wieder erinnern kann und nicht alles im Getöse des Alltags im Nirwana verschwindet. Liebe Grüße Jürgen
10:03 Uhr
Hallo Jürgen Danke für deine Antwort.  Ich bin ehrenamtlich tätig als Alltagshelfer. Macht mir auch Spaß . Nette Menschen die alleine sind und auf Grund von Alter / Krankheit auf Hilfe angewiesen sind. Bin auch als Plaudertasche bei Malteser aktiv. Im Moment habe ich mir da eine Auszeit genommen weil ich manchmal selbst nicht mehr abschalten konnte und auch nachts über die Gespräche nachgedacht habe. Werde ich aber nicht aufgeben. Heute war ich auf dem Weihnachtsmarkt mit 2 ehemaligen Arbeitskolleginnen. Mein erster Glühwein dieses Jahr. Leichter Nieselregen und hier in Hamm kann ich nicht sagen schöner Weihnachtsmarkt. Aber ich mag die Menschen und freue mich wenn ich jemand treffe denn ich lange nicht gesehen habe. Mach weiter mit deinen Tagebuch . Wenn es dir gut tut das ist wichtig. Lg Angelika
17:48 Uhr
2025.12.07
Guten Abend Angelika, danke für deine liebe Nachricht – und vor allem dafür, dass du etwas von deinem Ehrenamt erzählt hast. Alltagshelferin und Plaudertasche bei den Maltesern – das ist etwas sehr Wertvolles. Man spürt, dass dir Menschen wichtig sind. Und dass du dich einsetzt, auch wenn es manchmal an die Substanz geht. Dass du dir eine Auszeit gegönnt hast, war sicher richtig. Abschalten muss man auch erst lernen. Dein Weihnachtsmarkt-Tag klang trotzdem schön – Glühwein im Nieselregen hat ja fast schon etwas Symbolisches. Und Menschen wiederzutreffen, die man lange nicht gesehen hat, das berührt einen auf eine besondere Weise. Ich war früher oft auf dem Dresdner Striezelmarkt, der ist ja weltberühmt. Dieses Jahr war ich allerdings noch nicht dort. Was mich etwas zurückhält, sind die vielen Poller, Betonbarrieren und die hohe Polizeipräsenz. Ich weiß natürlich, dass es der Sicherheit dient – trotzdem wirkt es für mich wie ein Fremdkörper in der sonst so warmen, weihnachtlichen Atmosphäre. Wenn die Poller wenigstens grün wären oder bunt bemalt, dann würden sie sich ein bisschen in das Bild einfügen. So, wie sie jetzt dastehen, nehmen sie mir etwas von der Stimmung, die ich dort immer so geliebt habe. Trotzdem: die Adventszeit selbst bleibt schön – mit all ihren kleinen Momenten, die man bewusst wahrnimmt. Ich wünsche dir einen entspannten Abend und freue mich wieder von dir zu lesen. Liebe Grüße Jürgen (oder Richi – ganz wie du magst)
21:01 Uhr
2025.12.10
Hallo Jürgen Will mich mal kurz melden. Mich hat die Grippe voll erwischt. Im Moment steht mir nicht der Sinn nach schreiben. Ich hoffe es geht mir bald wieder besser. Lg Angelika
12:54 Uhr
Liebe Angelika, oh je… das klingt wirklich nicht gut. Ich wünsche dir von Herzen gute Besserung – die Grippe haut einen richtig um, da ist Schreiben wirklich Nebensache. Erhol dich gut, ruh dich aus, und nimm dir die Zeit, die du brauchst. Nur eine kleine Zwischeninfo von mir: Ich habe morgen früh einen Termin im Jobcenter. Ich hatte mich ja für einen KI-Manager-Lehrgang beworben – und heute früh kam die Nachricht: Die drei Angebote, die ich im September rausgesucht hatte, gibt es nicht mehr oder sie haben schon angefangen. Also sitze ich jetzt über 17 neuen Lehrgängen , die im Dezember oder Januar starten, und arbeite mich da gerade durch. Aber das eilt ja bei dir alles nicht – werd einfach erst einmal gesund. Meld dich, wenn es dir wieder besser geht. Liebe Grüße Jürgen
21:01 Uhr
2025.12.15
Hallo Jürgen Bis auf meinen schrecklichen Husten geht es mir schon wieder ganz gut. Mittwoch werde ich wieder was tun. Wer Rastet der Rostet.  Und langweilig war es mir jetzt auch lange genug. Habe dir beide Daumen gedrückt bei deinem Termin beim Jobcenter. Ich hoffe es hat alles geklappt. Hört sich spannend an Ki Manager. Bin froh das meine Alexa Radio abspielt und es schafft eine Lampe einzuschalten. Die zweite die ich gerne noch hätte funktioniert trotzt Avatar Stecker nicht. Egal  Wie war dein Wochenende? Hier in Hamm sind 14 Grad. Soll erstmal so bleiben. Vorteil muss kein Schnee schippen..Werde gleich nochmal nee halbe Stunde spazieren gehen mit Nachbars Hund. Ein kleiner ist es also langsames Tempo. Bis später  Angelika
15:58 Uhr
H allo Angelika, schön zu lesen, dass es dir – bis auf den hartnäckigen Husten – wieder deutlich besser geht. Und ja, wer rastet, der rostet – dein Plan, ab Mittwoch wieder etwas zu tun, klingt nach genau dem richtigen Maß. Nicht übertreiben, aber auch nicht stehen bleiben. Danke dir fürs Daumendrücken 😊 Zum Wochenende: Der Samstag war bei mir ein reiner Programmiertag – ungestört von 8 bis 19 Uhr. Abends wollte ich dir eigentlich noch schreiben … aber manchmal kommt es eben anders als geplant 😉 Und der Sonntag kam dann tatsächlich auch „anders“: Mein Vater ist ja im November 90 geworden. Er und seine Lebenspartnerin wollten ihren Opel Corsa (Bj. 2011, ca. 50.000 km) verkaufen – eigentlich nur, um zukünftige Kosten wie HU, Steuer, Versicherung und Stellplatz loszuwerden. Sie hätten das Auto fast verschenkt oder für 500 € abgegeben. Ein Interessent wollte letzte Woche für 1.500 € kommen, ist aber nicht erschienen. Und dann lief mir plötzlich wieder diese Werbung (Ralf Schumacher) über den Weg. Also habe ich gestern Abend den Verkauf übers Internet ein bisschen „gemanaged“. Vorgeschlagen wurden 2.700 €, und morgen ist der Termin zur Abgabe in der Werkstatt. Ich bin gespannt, ob es bei dem Preis bleibt – ich rechne damit, dass noch gedrückt wird. Aber mal sehen. Dass Alexa wenigstens zuverlässig Radio spielt und eine Lampe schaltet, ist ja schon mal ein kleiner Trost 😉 Warum die zweite trotz Avatar-Stecker nicht will, bleibt wohl eines dieser Technikrätsel – manchmal ist „Egal“ tatsächlich die beste Lösung. 14 Grad in Hamm und kein Schnee schippen zu müssen, hat wirklich seine Vorteile. Der Spaziergang mit dem kleinen Nachbarshund klingt nach einer sehr angenehmen Art, wieder in Bewegung zu kommen – langsames Tempo passt im Moment sicher gut. Ich wünsche dir weiterhin gute Besserung, dass der Husten bald nachlässt, und einen entspannten Abend. Liebe Grüße Jürgen
22:59 Uhr
2025.12.18
Hallo Jürgen Ich denke mal den Samstag hast du richtig genossen. Und die Zeit ist ganz schnell verflogen. Das ist dein Leben. Finde ich schön. Dein Vater 90 Jahre. Tolles Alter. Hut ab das er noch Auto fuhr.  Ralf Schumacher. Die Werbung kenne ich. Hoffentlich hat es gut geklappt mit dem Termin und der Preis stimmt. Werde ich mir mal im Hinterkopf behalten wenn ich mal mein Auto verkaufen will. Mach sowie viel zu Fuß oder mit Fahrrad. Aber manchmal brauche ich es. Meine kleine Gassi Runde mit Hund hab ich schon hinter mir. Heute war ich wieder arbeiten . Habe 2 Std. Mensch ärgere dich nicht gespielt . Das ist so . Als Alltagshelfer macht man fast alles. Aber die Menschen freuen sich. Bis später und dir noch eiern schönen Abend.  Angelika
16:35 Uhr
2025.12.19
Hallo Angelika, ja, Wahnsinn – schon wieder eine Woche rum. Manchmal frage ich mich wirklich, wo die Zeit eigentlich bleibt. Den Samstag habe ich tatsächlich sehr genossen. Wenn ich einmal richtig im Programmieren drin bin, verfliegt die Zeit völlig unbemerkt. Das ist wohl ein Teil von „mein Leben“, wie du so schön geschrieben hast. Mein Vater ist im November 90 geworden – das ist wirklich ein stolzes Alter. Und ja, Hut ab: Bis vor Kurzem ist er noch Auto gefahren. Der Verkauf über wirKaufenDeinAuto lief letztlich besser als erwartet. Ganz ohne Nachfragen bleibt es natürlich nie, aber insgesamt war es fair und unkompliziert. Ich kann gut verstehen, dass du dir das für später mal im Hinterkopf behältst – genau dafür ist es eigentlich ideal. Was Mobilität angeht, sehe ich das ähnlich wie du: Viel zu Fuß oder mit dem Fahrrad ist völlig in Ordnung, oft sogar angenehmer. Aber manchmal braucht man das Auto eben doch – für Entfernungen, Einkäufe oder wenn es einfach praktischer ist. Für mich ist das Auto eher ein Nutzmittel als ein „Muss“. Deine Arbeit als Alltagshelferin finde ich nach wie vor beeindruckend. Zwei Stunden „Mensch ärgere dich nicht“ – das ist doch eigentlich ein schönes Spiel, gerade wenn man gemeinsam lacht und die Zeit vergisst. Mich würde interessieren: Gibt es bei euch eigentlich mehr Frauen oder Männer als Alltagshelfer? Und betreust du immer dieselbe Person oder mehrere? Wie läuft das organisatorisch ab? Schön, dass du deine Gassi-Runde schon hinter dir hattest – das ist immer ein guter Start oder Abschluss des Tages. Ich wünsche dir einen entspannten Abend und freue mich, wieder von dir zu lesen. Liebe Grüße Jürgen
20:55 Uhr
2025.12.21
Hallo Jürgen Zu deiner Frage kann man nicht so genau sagen. Bei uns in Hamm überwiegt der Frauenanteil. Wir haben aber auch sehr viel Männer viele sind im Fahrdienst tätig aber auch als Alltagshelfer. Hat mich eigentlich auch mal interessiert aber einen Personenbeförderungsschein wollte ich dann nicht machen. Die Anforderungen waren mir zu hoch. Es sind auch viel jüngere Menschen bei uns .  Vorstellen musst du dir das so. Alles läuft online. Es gibt einen Einsatzplan. Ich trage mich jeden Montag für die darauf folgende Woche ein. Entscheide wie viel Std. welche Tage , Vormittags oder Nachmittags.  Sogar was ich gerne machen würde kann ich eintragen. Entfernung wie weit ich bereit bin zum fahren. Am Mittwoch bekomme ich dann meinen Dienstplan. Darin steht wohin und was meine Aufgabe ist. Einmal im Monat haben wir ein Treffen zum gemeinsamen Austausch. .Wurde aber zu wenig besucht läuft jetzt alles über Teams. Ansonsten haben wir einen Koordinator als Ansprechpartner. Einen Ersatzplan gibt es auch. Werde ich jetzt plötzlich krank aber habe mich schon eingetragen tritt der in Kraft. Da wird direkt in der Gruppe nachgefragt ob jemand einspringen kann. Das läuft bei uns im Gruppenchat über Handy.  Dadurch habe ich schon mehrere Personen. Angefangen habe ich vor 3 Jahren aber mit weniger Einsatz weil ich noch selbst am arbeiten war. Jetzt als Rentnerin habe ich mehr Zeit. Nachteil: Ich bekomme soviel selbstgebackene Kekse im Moment . Ich muss die schon verschenken.:) Ich hoffe es geht dir gut und du erzählst mir mal was übers programmieren. Interessiere mich eigentlich für alles auch wenn ich es selbst nicht kann. Lg Angelika
20:38 Uhr
2025.12.22
Hallo Angelika, danke dir für die ausführliche Erklärung – jetzt kann ich mir sehr gut vorstellen, wie eure Arbeit als Alltagshelfer organisiert ist. Das klingt erstaunlich flexibel und gleichzeitig gut strukturiert. Kein Wunder, dass sich die Menschen freuen, wenn jemand kommt, der Zeit mitbringt. Warum ich nach der Alltagsbetreuung gefragt habe, hat tatsächlich einen sehr persönlichen Hintergrund: Mein Bruder ist schwerhörig und sieht fast nichts mehr, weil er die Grauer-Star-Operation leider fast drei Jahre vor sich hergeschoben hat. Normalerweise ist das ja ein relativ unkomplizierter Eingriff – ambulant, zehn Tage ein Auge, zehn Tage das andere. Ich kenne viele Menschen, auch ältere, bei denen das problemlos funktioniert hat. Bei ihm lief es bisher leider nicht so. Das rechte Auge wurde im Juli operiert, aber er sieht bis heute kaum besser. Das linke Auge soll im Januar gemacht werden. Im Moment gebe ich ihm drei Mal täglich die Augentropfen – ich bin also gerade so etwas wie sein Alltagsbetreuer. Dadurch sehe ich erst richtig, wie wichtig diese Unterstützung ist, gerade wenn Sehen und Hören gleichzeitig eingeschränkt sind. Ich „sollte“ ja ab 2027 in Rente gehen. Am 6. Januar habe ich allerdings noch einen Termin beim Arbeitsamt. Ich hoffe, dort einen Vollzeit-KI-Kurs genehmigt zu bekommen. Falls das nicht klappt, hätte ich plötzlich sehr viel Zeit. Und bevor ich dann den ganzen Tag nur vor dem Computer sitze, könnte ich mir gut vorstellen, mich zwischendurch stundenweise nützlich zu machen – dein Bericht hat diesen Gedanken auf jeden Fall bestärkt. Und mit den Keksen … damit würde ich schon klarkommen 😉 Du hattest ja gefragt, ob ich dir mal etwas übers Programmieren erzähle. Ich bin Anwendungsprogrammierer, weil ich Anwendungen schreiben möchte, die anderen Menschen die Arbeit erleichtern. Systemprogrammierung war für mich immer eher ein notwendiges Übel – sie gehört dazu, aber sie ist nicht das, wofür mein Herz schlägt. Gerade mit KI eröffnen sich im Moment unglaublich viele neue Möglichkeiten, Abläufe einfacher, verständlicher und menschlicher zu gestalten. Gleichzeitig ist mir sehr bewusst, dass KI ein Werkzeug ist – nicht mehr und nicht weniger. Ich vergleiche das oft mit Feuer: Ohne Feuer wäre die Menschheit nicht da, wo sie heute ist. Aber man muss sehr sorgfältig damit umgehen, sonst richtet es Schaden an. Und im Moment sieht man leider auch, dass manche versuchen, KI für Dinge wie Kontrolle oder Zensur zu missbrauchen. Das macht mich wachsam. Aktuell arbeite ich an Anwendungen, die Kommunikation übersichtlicher machen und Menschen entlasten sollen – weniger Chaos, weniger Wiederholungen, weniger Stress. Genau das ist es, was mich daran begeistert. Danke dir für dein offenes Erzählen. Und pass auf, dass du vor lauter selbstgebackenen Keksen nicht irgendwann doch noch Nachhilfe im „Nein-sagen“ brauchst 😉 Liebe Grüße Jürgen
20:38 Uhr
2025.12.23
Schönen Abend Jürgen, zu deinem  Bruder....hört sich nicht so gut an. Schön das du ihn unterstützt . Grauer Star eigentlich sollte eine OP was nutzen. Ich denke mal warum nicht wirst du Info drüber haben. Zu lange gewartet? ich weiß nicht ob das ausschlaggebend ist.  Hoffentlich klappt die zweite OP. Schwerhörig? Da ist meine erste Frage Hörgerät? Wenn ja, warum klappt es nicht. Ja da bist du schon ein Alltagshelfer. Obwohl ich darf solche Sachen wie Medikamente geben oder auch Augentropfen nicht machen. Dazu ist der Pflegedienst da. Meine Aufgaben sind Unterstützung im Alltag .  Aber ja, wenn man auf einmal in die Situation kommt wo ein Mensch Hilfe braucht denkt man schon mal drüber nach. Irgendwann sind wir auch mal dankbar.   Zu deiner Rente, ich lese mal zwischen den Zeilen. Du könntest 2027 aber es ist nicht wirklich dein Ding. Da bin ich ganz bei dir. Mache es nicht wenn du es nicht willst. Ich habe es gemacht aber nicht ganz freiwillig. Das erzähle ich dir mal in den nächsten Tagen. Weihnachten wie verbringst du die Zeit. Ruhig oder mit mehr Trubel? Habe mich ab morgen wieder als Plaudertasche angemeldet.  Ich habe die Zeit und auch ruhige Weihnachten vor mir. Ich wünsche dir noch einen schönen Abend und freue mich drauf von dir zu hören. Angelika
17:53 Uhr
Hallo Angelika, danke dir für deine einfühlsamen Worte zu meinem Bruder. Ja, eigentlich sollte eine Graue-Star-OP deutlich etwas bringen – deshalb war (und ist) die Enttäuschung natürlich groß. Eine mögliche Erklärung ist tatsächlich, dass er sehr lange gewartet hat: Normalerweise wird die alte Linse mit Ultraschall zerkleinert und abgesaugt. Ist sie über Jahre stark betroffen, kann sie verhärten. Bei ihm sind offenbar Reste der alten Linse vor der neuen Kunstlinse geblieben. Die Augentropfen sollen nicht „zaubern“, sondern dem Auge helfen, mit diesen Resten klarzukommen und Entzündungen zu vermeiden. Was die zweite OP angeht, rechne ich innerlich mit sechs Monaten – und freue mich einfach, wenn es schneller geht. Mehr Erwartungshaltung macht es im Moment nicht leichter. Zum Thema Schwerhörigkeit: Ein Hörgerät hat er. Das eigentliche Problem sind aber die immer wieder auftretenden Gleichgewichtsstörungen. Die setzen ihm stark zu – körperlich und auch gedanklich. In seiner Wahrnehmung ist das inzwischen an allem schuld, was er im Leben nicht erreicht hat. Das macht den Umgang nicht immer einfach. Du hast völlig recht: Damit bin ich im Moment tatsächlich eine Art Alltagshelfer. Ich weiß auch, dass du vieles – Medikamente, Tropfen – offiziell nicht darfst. Bei uns ist das gerade eher eine familiäre Notlösung. Und ja, irgendwann sind wir vermutlich alle froh, wenn jemand für uns da ist. Zur Rente: Ich glaube, du hast zwischen den Zeilen richtig gelesen. Ich könnte 2027, aber es ist nicht wirklich mein Ding. Durch viele Jahre Selbstständigkeit läge ich bei etwa 900 Euro brutto, rund 720 netto – zum Leben hier zu wenig, zum Sterben zu viel. In der Domrep dagegen wäre das eine gute Basis, um wieder freiberuflich zu arbeiten. Deshalb denke ich noch viel darüber nach. Weihnachten sollte eigentlich ruhig werden – ohne Trubel. Aber manchmal funkt der Alltag dazwischen: Am Sonnabend waren die Augentropfen meines Bruders leer. Also Montag zum Augenarzt, statt Rezept gleich ein Termin für heute, Medikament nicht vorrätig, Bestellung – und morgen nochmal zur Apotheke. Drei Mal in vier Tagen in die Stadt … nur wegen Augentropfen. Das hatte ich mir anders vorgestellt. Dass du dich wieder als Plaudertasche gemeldet hast, finde ich schön. Ich hoffe, es werden gute, erbauliche Gespräche – solche, die beiden Seiten guttun. Ich wünsche dir ruhige, freundliche Weihnachtstage mit Momenten zum Durchatmen und freue mich, wieder von dir zu hören. Herzliche Grüße Jürgen 🎄
22:03 Uhr
2025.12.24
Hallo Jürgen, ja das Thema Rente. Irgendwann holt uns das alle ein.  Zu unserem Rentensystem muss ich dir ja nicht wirklich was sagen. Reicht sie nicht? Arbeitet doch weiter. Rentner ihr werdet gesucht. Aktivrente. Das hört sich alles so gut an. Aber dann geht man in Rente und will noch nebenbei was dazuverdienen. Ganz einfach denkste.  Auf einmal taucht das Thema Alter auf. Wann ist man alt? Ich weiß es nicht. Aber der Zahn nebenbei arbeiten zu gehen wurde mir schnell gezogen. Fakt ist ich bin alt mit 65 .Die Erfahrung musste ich leider machen. Selbständig und im Ausland arbeiten. Warum nicht. Sowie ich es lese hast du für dich schon die Entscheidung für dich schon getroffen. Wann das hast noch offen gelassen.  Eigentlich beneidenswert. Deutschland ade, mit deinem Beruf hast du die Möglichkeiten. Aber willst du das wirklich? Ich weiß nicht wie du lebst. Familie dein ganzes Umfeld. Aber was ich gut finde ist das du sagst ich schaue nach vorne. Neues Leben warum nicht. Mir fällt zu diesen Thema fällt mir mal meine Mutter ein. Die hatte eine Freundin ..Hausfrau nie berufstätig. Mit 70 hat sie jemand kennengelernt der lebte in Australien. Woher sie ihn kannte weiß ich nicht. Sie hat ade Deutschland gesagt, Was draus geworden ist weiß ich nicht. Man muss sich trauen etwas Neues zu machen und wenn einer sagt was willst du machen? Überlege mal wie alt du bist. Da platzt mir die Hutschnur .  Zu deinem Bruder. Grüß ihn mal herzlich von mir. Sein Leben ist nicht einfach und dadurch deins auch nicht wirklich.  Hätte ihn mal ganz gerne zum Plaudern eingeladen aber da spielt der Zufallsgenerator mit.  Ich wünsche dir noch einen schönen Abend Angelika
16:04 Uhr
2025.12.25
Hallo Angelika, du hast recht – das Thema Rente holt uns alle irgendwann ein. Ich war viele Jahre selbstständig und wusste deshalb immer, dass ich mich darauf nicht blind verlassen kann. Der alte Satz „Die Rente ist sicher“ war für mich eher ein Merksatz als eine Zusage. Deshalb habe ich mein Leben früh so eingerichtet, dass es mehrere Standbeine gibt. 2006 war ich zum ersten Mal in der DomRep, seit 2009 bin ich mit Carmelina verheiratet – meinem „Schatz der Karibik“. Sie hat eine Tochter mit in die Ehe gebracht und eine große Familie. Meine Familie ist hier in Deutschland. Der Plan war also nie spontan oder aus einer Laune heraus: Sommer in Deutschland, Winter in der DomRep. Das ist über Jahre gewachsen und fühlt sich stimmig an – nicht als Flucht, sondern als bewusste Entscheidung. Zu meinem Bruder: Andreas war sein Leben lang allein und ist stolz darauf, alles selbst zu regeln. Inzwischen sieht er aber fast nichts mehr, deshalb braucht er jetzt Unterstützung. Ich habe die Vollmacht, ihn in allen Angelegenheiten rund um die Augen-OP zu vertreten. Er lebt im betreuten Wohnen, nutzt bisher im Grunde nur die Wohnung und das Notfallsystem. Er hat Pflegestufe 2 und kann bei Bedarf weitere Leistungen dazubuchen. Wir hoffen sehr, dass die OP im Januar ihm so viel Sehvermögen zurückgibt, dass er wieder eigenständiger zurechtkommt. Dann kann auch ich wieder meinen Weg gehen. Mal sehen, was der Termin am 6.1. beim Arbeitsamt ergibt. Gestern Abend war ich übrigens bei meinem Vater. Ganz traditionell: Suppe mit Leberklößchen, Kartoffelsalat mit Wiener – danach eine Weihnachtssendung mit Schlager und Andy Borg. Mein Vater meinte, dass Schlager heute bei jungen Leuten kaum noch gehört wird. Ich musste schmunzeln und dachte mir, dass es dabei ja um einfache, vertraute Themen geht: Heimat, Liebe, Herz und Schmerz. Zeiten ändern sich – und manchmal fühlt sich das alles sehr weit auseinander an. Umso wichtiger ist mir der Austausch im Kleinen, von Mensch zu Mensch. Deine Geschichte mit der Freundin deiner Mutter, die mit 70 noch einmal ganz neu angefangen hat, finde ich beeindruckend. Sie zeigt, dass Alter nicht zwingend ein Argument gegen Veränderung ist. Wenn jemand sagt: „Überleg mal, wie alt du bist“, dann sagt das oft mehr über seine eigenen Grenzen als über die der anderen. Danke dir auch für deine warmen Worte zu meinem Bruder – ich richte sie ihm gern aus. Und wer weiß, vielleicht spielt der Zufallsgenerator ja irgendwann doch noch mit. Ich wünsche dir einen ruhigen Abend und schöne, erbauliche Plaudertaschen-Gespräche in den nächsten Tagen. Herzliche Grüße Jürgen
22:08 Uhr
2025.12.26
Hallo Jürgen, darauf möchte ich noch mal zurückkommen. Ich muss einen Menschen erst kennenlernen um für mich zu verstehen warum im ihm ein Thema so wichtig ist .  So langsam verstehe ich dich. Aufschreiben, durchlesen ,durchstreichen wieder anfangen. Also heute lasse ich es. Da passt schon ein lebendiges Tagebuch ... okay man hat Familie,Freunde . Manchmal reicht es nicht. Es sind Menschen die dein Bestes wollen und dich lieben.Aber sie kennen dich.  Ich dich nicht. Vorteil:  Dadurch bin ich neutral .  Du wünscht mir angenehme Gespräche bei meinen Plaudertaschen? Manchmal hab ich sie sehr oft nicht.  du stellst dich in der App auf on. Zufallsgenerator. Keine Rufnummernübertragung  nur Vorname. Da stecken Schicksale hinter manchmal kann ich es nicht mehr. Letzte Woche war ich in der Stadt. Obdachloser mit Hund. Was hab ich gemacht. Keinen Euro in den Becher. Im nächsten Supermarkt Hundefutter,belegtes Brötchen und Kaffee gekauft. Bus verpasst egal. Dein Leben soweit wie es verstehe die Zukunft steht fest.. Okay Bruder aber auch dein Vater. alles nicht so einfach. Du hoffst auf eine Besserung mit deinem Bruder.. Aber auch du hast ein Leben und ein Ziel.  Vielleicht hilft dir ein ein lebendiges Tagebuch bei deinen Entscheidungen . manchmal auch unbewusst. Schön Abend wünsche ich dir  Angelika
21:46 Uhr
2025.12.31
Liebe Angelika Ich sende dir heute einfach diese Karte – mit allen guten Wünschen für den Jahreswechsel und das neue Jahr. Lieben Gruß Jürgen
14:04 Uhr
2026.01.01
(kein Text)
12:21 Uhr
Hallo Angelika, vielen Dank für die schöne Karte – darüber habe ich mich sehr gefreut. Ich bin gut ins neue Jahr gekommen, ruhig und ganz entspannt. Heute Mittag haben wir uns das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker angehört und angeschaut. Das war eine sehr schöne Abwechslung und ein guter Einstieg ins Jahr. Später gab es dann Kaffee mit Stollen und Pfefferkuchen, dazu ein tschechisches Märchen – das passte wunderbar zur Stimmung. Im Moment bin ich noch dabei, mir über 50 Sendungen zu speichern, die ich mir nach und nach anschauen möchte. So geht mir der Stoff so schnell nicht aus 😉 Ich wünsche dir einen angenehmen Abend und einen guten Start ins neue Jahr. Liebe Grüße Jürgen
19:57 Uhr
2026.01.05
Hallo Jürgen, am Samstag hatte ich  die Sternsinger bei mir. Etwas früh aber die kommen immer an dem WE vor dem 6.Jan. Da ich jetzt den Segen für 2026 bekommen habe hoffe ich mal das alles gut wird. Dein Termin war der heute oder ist er morgen? Habe heute Daumen gedrückt und morgen nochmal. Dann kann nur was positives bei raus kommen. Ich hoffe es geht dir gut und vielleicht hast du ja mal schon eine Seite geschrieben. Freue mich von dir zuhören. Lg Angelika
17:05 Uhr
Hallo Angelika, danke dir für deine Nachricht und fürs Daumendrücken – das tut gut 😊 Die Sternsinger habe ich ehrlich gesagt noch nie persönlich erlebt. Aber die Vorstellung, den Segen schon für 2026 im Haus zu haben, hat etwas Beruhigendes. Dann hoffe ich mit dir, dass das Jahr entsprechend gut wird. Mein Termin ist morgen um 11 Uhr . Heute war also sozusagen das mentale Warm-up. Ich bin gespannt, ob ich noch einen Kurs bewilligt bekomme – und falls nicht, mindestens auf die Begründung. Man lernt ja nie aus. Der heutige Tag war bei mir eher handfest: Ich habe den Syphon der Küchenspüle gewechselt. Klingt simpel, war aber ein bisschen fummelig, weil das alte und das neue System nicht so richtig zusammenpassen wollten. Am Ende hat es aber geklappt – manchmal braucht es einfach Geduld und ein bisschen Improvisation. Eine ausführlichere Antwort mit mehr Ruhe gibt es dann morgen, wenn der Termin vorbei ist. Ich hoffe, es geht dir gut und wünsche dir einen angenehmen Abend. Liebe Grüße Jürgen
22:22 Uhr
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