2025.11.13
Hallo Richi,
vielen Dank für deine Nachricht!
Du schreibst ich würde genau den richtigen Ton treffen…
Das kann ich, beim lesen deiner Zeilen, eben so zurückgeben: Dein Ton passt! :-)
Von ersten erkennbaren Gemeinsamkeiten wie “arbeiten im Bereich Technik” und dem Wunsch den Kopf frei zu bekommen möchte ich jetzt gar nicht erst anfangen (toller Satz oder? Wenn einer sagt er möchte etwas nicht ansprechen und tut dies doch - auf kleine Albernheiten meinerseits musst du dich leider einstellen. ;-) Die helfen mir beim (Kopf) frei werden - ich bin aber kein alberner Mensch).
Apropos anfangen: Zum Anfang unserer anlaufenden Korrespondenz möchte ich gern ein paar Dinge loswerden:
Solltest du dich jemals durch meine an dich geschickten Sätze angegriffen, beleidigt, missverstanden oder sonst wie negativ berührt fühlen, denke bitte an folgendes: Es ist nicht meine Absicht dich anzugreifen oder zu kritisieren! Nie! (falls doch teile ich dir das deutlich mit! ;-)) Frag gerne bei jedem meiner Sätze wie genau ich das jetzt gemeint habe (also falls was unklar ist. - die Art wie du schreibst lässt mich vermuten, dass du dir bewusst bist, das man gerade im schriftlichen Austausch schnell einmal etwas missversteht und das du in der Richtung keine weitere Belehrung meinerseits benötigst…;-))
Des weiteren sollst du wissen, dass Rechtschreibfehler, die unorthodoxe Handhabung von Kommata und der zum Teil nicht bestimmungsgemäße Umgang mit Klammern der Unterhaltung dienen und deswegen keine Rückschlüsse auf meine Fähigkeiten in Bezug auf den Gebrauch von Sprache nötig sind. :-)
Wenn ich dich bis hierher nicht vergrault habe, dann schreibe mir gern zurück.
Zum Schluss ein paar Fragen an dich (die du nicht beantworten musst, aber darfst…;-)):
Technik, programmieren…bist du irgendwas mit Elektrik (Elektriker, Elektroniker, Elektroingenieur…)?
Wie ist dein “Draußen” in dem du wanderst - Flachland, Hügel, Berge?
Grüße, Sascha.
Am Donnerstag, 13. November 2025 um 13:05:37 MEZ hat onlineportalemanueltremmel@gmx.de <onlineportalemanueltremmel@gmx.de> Folgendes geschrieben:
Liebe Inserentin, lieber Inserent,
Diese Anfrage wurde über das Kontaktformular auf brieffreunde-gesucht.de gesendet als Antwort auf Ihr Inserat "Brieffreunde gesucht" (zu finden unter
https://www.brieffreunde-gesucht.de/inserat/9971
).
Bitte Antwort an briefwechsel@jreichenberger.net senden. Bitte achten Sie vor dem Versenden Ihrer email darauf, dass als Empfänger nicht no-reply-portal@manuel-tremmel.de angegeben ist.
Vorsicht vor Betrügern! Spam-Anfragen und Scam (Betrugsversuche) bitte inkl. Nachrichtentext an portal@manuel-tremmel.de weiterleiten, damit wir die entsprechende E-Mail-Adresse sperren können.
Inserat des Absenders:
https://www.brieffreunde-gesucht.de/inserat/10261
briefwechsel@jreichenberger.net (Absender) schreibt:
Hallo Hero,
dein Inserat hat mich sofort angesprochen – besonders der Anfang. Diese lockere, offene Art („Hallo, auch wenn du noch nicht weißt, was du schreiben könntest…“) trifft genau den Ton, den ich bei einem Briefkontakt schätze. Ich mag das Schreiben selbst – nicht, weil ich alles perfekt formulieren will, sondern weil es hilft, Gedanken zu sortieren.
Ich arbeite im Bereich Technik und Programmierung, aber vieles in meinem Leben spielt sich draußen ab: Spazieren, Wandern, kleine Umwege zu Fuß, einfach um den Kopf frei zu bekommen. Schreiben empfinde ich ähnlich – es bringt Bewegung in den Geist.
Vielleicht passt das ja gut zusammen: du mit deiner nachdenklichen, humorvollen Art – und ich mit dem Versuch, ein „lebendiges Tagebuch“ durch Briefe zu führen. Wenn du magst, probieren wir’s einfach.
Viele Grüße
Richi
2025.11.14
Hallo Sascha (oder bleibst du
lieber bei Hero?),
erstmal danke für deine
schnelle und wirklich sympathische Antwort – ich habe sie mit
einem Lächeln gelesen. Dein Humor und der spielerische Umgang mit
Sprache sind ansteckend, und nein, du hast mich ganz bestimmt
nicht vergrault.
Zu deinem „Draußen“:
Ich war drei Jahre in Wien – dort bin ich fast täglich an der
Donau entlanggelaufen. In Freital habe ich später so hoch gewohnt,
dass PKWs ohne Allrad im zweiten Gang kämpfen mussten, um zur
Wohnung zu kommen. Jetzt lebe ich in Dresden – also wieder eher
Flachland, aber dafür mitten im Leben.
Zur Technik:
Ich habe ursprünglich Instandhaltungsmechaniker gelernt
(Werkzeugmaschinen), dann industrielle Elektronik studiert und bin
danach in die Datenverarbeitung gewechselt. Seit rund 30 Jahren
entwickle ich Anwendungsprogramme – und seit einiger Zeit hat mich
das KI-Fieber gepackt.
Zum Schreiben:
Ich bin manchmal ein richtiger
Krümelkacker
. Wenn ich Daten migriere, ist
das Gold wert – beim Tagebuchschreiben dagegen lähmt es mich, weil
ich ständig zurückspringe und ausbessere. Darum diktiere ich heute
viele Ideen, lasse die KI daraus einen Text basteln und feile dann
daran weiter.
Und was deine „unorthodoxe
Handhabung von Klammern“ betrifft: bitte unbedingt beibehalten!
Ich finde, Schreiben sollte so sein, wie der Schnabel gewachsen
ist – inklusive Satzzeichen und Albernheiten. Die gehören einfach
dazu.
Ich freu mich auf deine nächste
Nachricht – und bin gespannt, ob du dich mehr als „Hero“ oder als
„Sascha“ fühlst. 😉
Viele Grüße
Richi
2025.11.20
Hallo Jürgen / Richi,
was die Bundeswehr angeht so stimme ich dir weitgehend zu.
Klar, wir brauchen eine Armee um uns zu schützen (schön wäre wenn das nicht so wäre...). Aber müssen wir Leute zum Wehrdienst zwingen? Es gibt doch bestimmt andere Wege den Verein als Arbeitgeber interessant zu gestalten. Und wenn man als Soldat nicht damit rechnen müsste in Konflikte irgendwo in der Welt geschickt zu werden, wenn man also nur dann wirklich sein Leben riskieren müsste wenn unser Land angegriffen wird, dann würden da auch mehr mitmachen wollen. Was sagst du dazu?
Auch ich mag Bargeld. Ich denke das wird uns noch länger erhalten bleiben. Da mache ich mir keine Sorgen. Oder erkennst du konkrete Pläne für eine Abschaffung?
Hast du eine Lieblings-Programmiersprache?
Gruß, Sascha.
Am Sonntag, 16. November 2025 um 08:55:57 MEZ hat Jürgen Reichenberger <briefwechsel@jreichenberger.net> Folgendes geschrieben:
Guten Morgen Sascha,
Das wäre mein heutiger Eintrag in mein Tagebuch:
--
Heute früh um 7 bin ich wie jeden Morgen mit der Straßenbahn
unterwegs.
An jeder Haltestelle Werbung mit Text - von oben nach unten:
Was wirklich zählt
70 Gründe für die Bundeswehr
Weil es Freiheit nicht zum Nulltarif gibt.
Finde deine Gründe: 70JahreBundeswehr.de
Haben wir aus der Geschichte nichts gelernt?
Als ich zur Schule ging war das Motto:
Nie wieder Krieg
Wir sind zur Friedensfahrt gegangen
Haben das Lied der kleinen weißen Friedenstaube gesungen
Als Lehrling war ich in der Ukraine und habe an der Gasleitung
"Druschba" gearbeitet.
Vor 80 Jahren war die Jugend "Kanonenfutter", heute soll sie
"Drohnenfutter" werden.
Was für eine kranke Gesellschaft: Panzer mit vergrößerter
Einstiegsluken für Schwangere.
Heute sollen Langstreckenwaffen aus Deutschland in Russland
einschlagen - ein klarer Bruch des Grundgesetz.
Wenn überhaupt eine Armee, dann nur eine die Deutchland an seinen
Grenzen verteidigt. Deutsche Soldaten haben im Ausland nichts zu
suchen, weder in Afganisthan, noch in Mali, noch in Estland, noch
in den anderen 16 Staaten.
Gerade, während ich die Zeilen schreibe, sehe ich in einer Email
den Text:
Ich bitte Dich herzlich, meinen Post
https://communi.com/bargelderhalt-community/e-mail-an-die-17-deutschen-mitglieder-der-econ-kommission-im-eu-parlament
zu beachten. Denn damit ermögliche ich Dir, super-einfach (mit
nur zwei Klicks) eine fertig vorbereitete E-Mail an die 17
deutschen Mitglieder der ECON-Kommission im EU-Parlament zu
schreiben. Diese Kommission hat großen Einfluss auf die
Ausgestaltung der anstehenden Bargeld-Verordnung.
Das Bargeld ist das einzige gesetzliche Zahlungsmittel und soll es
auch bleiben. Wer digital bezahlen will, hat auch jetzt schon
viele Möglichkeiten. Ein EU-weites Zahlungsmittel ist ein ideales
Angriffsziel für Hacker. Das beweisen die regelmäßigen "Pannen"
bei den bereits bestehenden Systemen. Und bei einem Stromausfall
funktioniert keine elektronische Zahlung mehr. Für einen "Normalo"
gibt es keinen einzigen Grund für eine weitere, EU-weite
elektronische Zahlungsmöglichkeit. Deshalb habe ich sofort
geschrieben.
--
Ich habe schon sehr oft die Erfahrung gemacht, dass, wenn ich in
der Nacht mal nicht schlafen kann, weil ein Problem in meinem Kopf
Rodeo veranstaltet, ich einfach aufstehe, einen Zettel und Stift
nehme und das Thema stichpunktartig niederschreibe. Anschließend
schlafe ich wieder wunderbar ein.
Mal sehen, was der heutige Tag noch bringt. Jetzt scheint die
Sonne und ich werde mir jetzt mein Frühstück machen ...
Wie sieht dein heutiger Tag aus?
Viele Grüße
Richi
Hallo Sascha,
vielen Dank für deine Mail – ich
habe sie gern gelesen.
Was die Bundeswehr betrifft, sehe
ich es wie du: Wenn überhaupt, dann eine gut ausgebildete
Berufsarmee, deren Auftrag klar auf den Schutz des eigenen Landes
begrenzt ist. Die Drohnentechnik und die Ausbildung dafür müssten
komplett modernisiert werden. Zwang bringt heutzutage niemanden
mehr freiwillig in die Truppe.
Zum Bargeld: Abschaffung
passiert nicht auf dem Papier, sondern in der Praxis – indem die
Menschen es nicht mehr benutzen. Die Jugend zahlt fast alles mit
Karte, Handy, Smartwatch oder sogar Chip. Dazu kommen politische
Einschränkungen: In Spanien sind Barzahlungen über 3.000 €
verboten, in Deutschland soll die Grenze ebenfalls auf 3.000 €
sinken. Die 500-Euro-Scheine sind abgeschafft. OBI, Lidl,
Kaufland, IKEA reduzieren Kassen und fördern Kartenzahlung.
Ein paar Entwicklungen aus den
letzten Monaten:
DKB
hat zum 30. Juni 2025 alle
eigenen Automaten abgebaut.
Cash Group
endet ihren
Bargeldservice an Shell-Tankstellen.
Geldautomaten insgesamt
werden
weniger, stattdessen gibt es immer mehr digitale Lösungen und
Cashback an Kassen.
Der eEuro
befindet sich jetzt in
der technischen Testphase. Geplanter Zeitrahmen: Pilot ab
2027, möglicher Start ab 2029.
Die europäische digitale Identität
(EUDI-Wallet)
soll bis Ende 2026/27 überall
verfügbar sein.
Ich bin überzeugt: Bargeld
bleibt nur, wenn wir es aktiv nutzen. Und es ist kein Zufall, dass
Schweden und Norwegen nach extremer Digitalisierung wieder
zurückrudern – Blackouts und Systemausfälle sind reale Risiken.
Meine
Lieblings-Programmiersprache? Seit dem KI-Boom ganz klar
Python
. Vorher war
ich eher im Java/C-Umfeld unterwegs, aber Python ist für KI
unschlagbar.
Mich würde interessieren: Was
machst du beruflich bzw. bist du schon in Rente?
Und welche Sprachen nutzt du am liebsten?
Viele Grüße
Jürgen
2025.11.24
Guten Morgen Sascha,
der erste Schnee hier in Dresden. Die Sonne scheint und läßt das
Weiße wieder verschwinden.
Zwei Absätze aus heutigen Emails, die ich bemerkenswert fand:
Eine erfolgreiche Woche wünscht Dir
Jürgen
2025.12.31
Hallo Sascha,
ich sende dir heute einfach diese Karte –
mit allen guten Wünschen für den Jahreswechsel und das neue Jahr.
Lieben Gruß
Jürgen