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ilona.bergemann
ilona.bergemann@gmx.de · 59 Nachrichten
2025.12.22
Hallo Ilona, vielen Dank für deine Nachricht und die offenen Zeilen über dich. Radfahren, Ahnenforschung und Gespräche mit fremden Menschen – das klingt nach einer schönen Mischung aus Bewegung, Neugier und Lebenserfahrung. Eine gute Nacht wünscht dir Jürgen
21:02 Uhr
2025.12.23
Hallo Jürgen, welchen Satz würdest du heute in dein Tagebuch schreiben? Was ist mit deinem Fahrrad passiert? Mich würde interessieren welche Art Programmierer du bist/machst? Bewegung, Neugier und Lebenserfahrung passt total zu mir, aber als ich es gelesen habe, dachte ich, da ist ein Mensch, der das erkannt hat und das kann nicht jeder. Ich wünsche dir erholsame Weihnachtstage. Ilona
20:33 Uhr
Hallo Ilona, deine Frage nach dem Tagebuchsatz hat mich zum Schmunzeln gebracht. Wenn ich ehrlich bin, würde dort heute stehen: „Eigentlich war nichts geplant – und am Ende war ich dreimal in der Stadt, nur wegen ein paar Augentropfen.“ Die Tropfen von meinem Bruder waren am Wochenende aufgebraucht. Also am Montag spontan zum Augenarzt, statt Rezept gleich einen Termin für heute bekommen – das Medikament muss bestellt werden, also morgen noch einmal zur Apotheke. Drei Tage hintereinander unterwegs, nur wegen Augentropfen. Das sind diese kleinen Alltagsgeschichten, die man nicht plant und die trotzdem den Tag prägen. Zu deiner Frage, welche Art Programmierer ich bin: Ich sehe mich weniger als „reinen Techniker“, sondern als Anwendungsprogrammierer. Mich interessiert nicht die Technik um ihrer selbst willen, sondern was sie Menschen abnimmt, erleichtert oder verständlicher macht. In den letzten Jahren spielt dabei auch Künstliche Intelligenz eine große Rolle – für mich ein Werkzeug, ähnlich wie früher neue Programmiersprachen oder Datenbanken. Entscheidend ist nicht das Schlagwort, sondern der sinnvolle Einsatz. Deine Rückmeldung zu meinem Satz hat mich sehr gefreut. Wahrnehmen und zwischen den Zeilen lesen ist tatsächlich etwas, das mir wichtig ist – vielleicht, weil man das im Leben erst mit der Zeit lernt. Ich wünsche dir ebenfalls ruhige und erholsame Weihnachtstage, mit Momenten, die nicht geplant waren, aber gut tun. Herzliche Grüße Jürgen
23:22 Uhr
2025.12.31
Liebe Ilona, ich sende dir heute einfach diese Karte – mit allen guten Wünschen für den Jahreswechsel und das neue Jahr. Lieben Gruß Jürgen
14:16 Uhr
Hallo Jürgen, vielen Dank für deinen leisen Gruß und die Wünsche zum Jahreswechsel. Ich wünsche dir auch einen guten Rutsch ins neue Jahr. Vor allem Gesundheit und alles was du dir wünschst soll in Erfüllung gehen. Liebe Grüße Ilona
20:32 Uhr
2026.01.01
Liebe Ilona, vielen Dank für deine guten Wünsche. Ich bin gut ins neue Jahr gekommen – ruhig und ohne großes Programm. Heute Mittag haben wir uns das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker angehört und angeschaut. Das war eine schöne Abwechslung, fast ein kleines Innehalten zum Jahresanfang. Anschließend gab es Kaffee mit Stollen und Pfefferkuchen, dazu ein tschechisches Märchen – irgendwie zeitlos und wohltuend. Jetzt speichere ich mir gerade mehr als fünfzig Sendungen, um sie mir in den nächsten Wochen in Ruhe anzuschauen. Ein kleiner Vorrat für stille Abende. Was hast du heute so gemacht? Liebe Grüße Jürgen
19:09 Uhr
Lieber Jürgen, wie ich rausgelesen habe bist du auch nicht so der Partytyp. In welche Richtung gehen denn deine gespeicherten Filme? Was machst du im Sommer? Gestern habe ich eine Freundin zur Silvesterfeier gefahren und um habt zwei sie wieder zu sich nach Hause gebracht. In der Zwischenzeit war ich lange auf meinem Balkon (Westhimmel) und habe mir den Trubel zum Jahreswechsel angeguckt. Im Moment bin ich am aufarbeiten der PDF Dateien für die Stammbäume mütterlicher und väterlicher Seite. Bin bis 1730 gelangt. Mit einen kostenpflichtigen Zugang bei Archion habe ich die 50 Dateien runtergeladen. Dieses Jahr treffe ich mich mit ein paar aus der weitläufigen Verwandtschaft die dafür auch Interesse haben. 16 DIN A 4 Seiten sind es jetzt schon. Ich schreibe auch die Geschichten auf die mir meine Tanten usw. erzählt haben und das ist so spannend. Der Bruder von meiner Oma, geb. 1889, hatte einen Sohn der ertrunken ist. Die Witwe bekam noch ein uneheliches Kind was sie nach der Geburt umbringen wollte. Das Kind wurde adoptiert und letztes Jahr hatte ich das "Kind" besucht. Es ist jetzt über 80 Jahre alt 👍. Im Winter bin ich viel zu Hause und mag das Alleinsein. Im August hatte ich meinen Garten verkauft um mehr Fahrrad zu fahren im Sommer. Liebe Grüße Ilona
21:23 Uhr
2026.01.03
Liebe Ilona, nein, ein Partytyp bin ich tatsächlich nicht. Meine Frau ist Dominikanerin – und dort liegt das Tanzen einfach im Blut. Sie tanzen gern, oft und mit Freude. Dann tanze ich auch mit, das gehört dazu. Aber von mir aus brauche ich kein großes Feiern. Bei den gespeicherten Filmen und Sendungen ist es eine Mischung: einiges, das mir früher gefallen hat und das ich irgendwann noch einmal sehen möchte, dazu viele Dokumentationen und Musiksendungen, die ich bisher nur beiseitegelegt habe. Nicht, weil sie unwichtig wären – sondern weil ich mir dafür bewusst Zeit nehmen möchte. Deine Ahnentafel kann ich gut nachvollziehen. Ich hatte auch einmal damit angefangen, aber schnell gemerkt: Das geht nicht „nebenbei“. Man muss dranbleiben, sonst verliert man den Faden. Umso schöner finde ich, dass du nicht nur Daten sammelst, sondern auch die Geschichten bewahrst. Diese Begegnung mit dem adoptierten Kind – heute über 80 – ist beeindruckend. Genau dafür lohnt sich diese Arbeit. Dass du das Alleinsein magst, kann ich gut verstehen. Ich würde nicht sagen, dass ich es aktiv suche, aber ich habe kein Problem damit. Und vielleicht ist es gerade deshalb so: Je selbstverständlicher man allein sein kann, desto intensiver genießt man die Zeiten, in denen man es nicht ist. Den Garten hast du verkauft – konsequent, wenn sich Interessen verändern. Sollte ich irgendwann einmal nicht mehr so „gefesselt“ von der Programmierung sein, würde ich mir wahrscheinlich einen kleinen Garten zulegen und einfach ausprobieren. Ich merke, dass ich immer etwas Neues erkunden möchte, egal in welchem Bereich. Liebe Grüße Jürgen
20:22 Uhr
2026.01.09
Lieber Jürgen,   über das Programieren würde ich gern mehr erfahren. Schreib doch bitte etwas darüber.   Es ist schon lange her, da habe ich noch bei einer Werbefirma eine Homepage einer Lautsprecherfirma mit HTML angefertigt. Da gab es noch keine fertigen Seiten, den Aufbau alles per Hand eingegeben. 2013 ungefähr, habe ich das Layout für eine Schule gestaltet. Text kam von der Schulleiterin und die Fotos von mir. In einer anderen Werbefirma machte ich mal eine ABM und mit CorelDRAW fertigte ich ein Band ABM Maßnahmen von einer Stadt an, dieses wurde dann an den Oberbürgermeister zur Verabschiedung überreicht. Das hat viel Spaß gemacht. Verkäuferin beim Bäcker, Altenpflegerin, Fabrikarbeiterin, Putzfrau, Telefonistin, Büromitarbeiterin Abt. Rechnungen und einiges mehr war mein Weg und jetzt will ich nicht mehr kämpfen :-)))   Wie geht es dir? Ist in deiner Gegend ein Winter mit Schnee normal?   Liebe Grüße Ilona     Gesendet: Samstag, 3. Januar 2026 um 20:22
19:53 Uhr
2026.01.10
Subject: Programmieren, Neugier – und ein Winter in Weiß Liebe Ilona, deine Zeilen haben mir gefallen, gerade weil sie so viele unterschiedliche Lebensstationen zeigen. Das liest sich nach einem Weg mit viel Praxis, Veränderung – und Kreativität. Wenn du magst, erzähl mir gern: Was interessiert dich am Programmieren heute besonders? Die Technik an sich, der kreative Teil, oder eher das Zusammenspiel aus beidem? Ich selbst bin kein Grafiker. Wenn ich eine Webseite technisch umsetze, ist das kein Problem – aber gefallen tut sie mir am Ende oft nicht. Mir liegt eher die Struktur im Hintergrund: Daten, Abläufe, Logik. In der Schweiz habe ich sieben Jahre lang Schnittstellen zwischen unserer Software, der Technik der Kunden und deren Webshops entwickelt. Das war sehr technisch, aber genau mein Bereich. Heute habe ich zum Beispiel mit Python ein Programm geschrieben, das mit lokalen KI-Modellen Videos und Audios transkribiert. Solche Dienste gibt es online längst, aber sie sind mir auf Dauer zu teuer – und ehrlich gesagt ging es mir vor allem um den Lerneffekt. Dinge selbst zu bauen, um sie wirklich zu verstehen, motiviert mich nach wie vor. Morgen treffen wir uns von 10 bis 14 Uhr zum Brunch für eine Geburtstagsfeier. Endlich ist alles weiß draußen – und nicht schon nach ein paar Stunden nur noch grauer Matsch. In Dresden ist länger anhaltender Schnee eher selten, meist taut er recht schnell wieder weg. Diesmal fühlt es sich fast wie „richtiger Winter“ an. Am Montag habe ich einen Termin für einen IoT-Developer-Kurs. Ich gehe davon aus, dass ich ihn auch annehme – wieder etwas Neues, das ich erkunden kann. Was machst du eigentlich an einem Wochenende wie diesem? Eher ruhig zu Hause, unterwegs mit dem Rad – oder ganz etwas anderes? Herzliche Grüße Jürgen
21:57 Uhr
2026.01.17
Lieber Jürgen, vielen Dank für deine Zeilen. Deine Beschreibung "Praxis, Veränderung, Keativität" passen zu mir. Als ich 1991 eine Fortbildung am PC hatte, wurde nebenbei gezeigt wenn man das und das eingibt bewegt sich was. Das fand ich aufregend und wollte mehr erfahren. Viel später entstanden Textanwendung und auch corelDRAW. Wegen großes Interesse habe ich mir alles allein beigebracht. Eine Homepage erstellen und kreativ umsetzen und das Ganze zu sehen ist super. Das was du beschreibst, was du machs, kann ich verstehen und erkennen mehr nicht :-), weiß aber auch, dass das sehr umfangreich ist. Das beweist deine Intelligenz. Am Samstag habe ich zum Kaffeetrinken bei mir eine ehemalige Arbeitskollegin eingeladen. 25 Jahre nicht mehr gesehen und doch wieder erkannt. Meine Stammbaumeintragungen sind fertig. Jetzt muss ein neues Projekt her... weiß noch nicht was. Im Internet habe ich Adress/Telefonbücher gefunden von 1914 und 1926 aus meiner Gegend. Wenn ich mich mit meine Schwägerin aus erster Ehe treffe schenke ich ihr eins von ihrem Ort. Hast du den Kurs angenommen und gehst hin? Liebe Grüße Ilona
21:54 Uhr
2026.01.18
Liebe Ilona, vielen Dank für deine Zeilen. Ja, den Kurs habe ich angenommen. Er ist remote und startet morgen, also am Montag. Ich bin wirklich gespannt, welche Beispiele wir dort bekommen – hoffentlich ein paar nützliche, die man gleich anwenden kann. Das wäre ideal, um direkt loszulegen. Dass du deine Arbeitskollegin nach 25 Jahren wiedergetroffen hast, finde ich wirklich schön. Solche Verbindungen sind wichtig – gerade über so lange Zeit hinweg. Es zeigt, dass manche Beziehungen einfach Bestand haben. Deine Stammbaumarbeit klingt nach einem richtig runden Abschluss. Die historischen Adress- und Telefonbücher von 1914 und 1926 sind ein tolles Fundstück – und ein sehr persönliches Geschenk für deine Schwägerin. 📖 Ich bin gespannt, was dein nächstes Projekt wird. Nach so viel Ahnenforschung vielleicht wieder etwas Kreatives? Was deine Frage nach dem Programmieren angeht: Du hast völlig recht – wenn KI richtig eingesetzt wird, merkst du eigentlich nichts davon. Es muss einfach funktionieren. In dem Moment, wo du denkst „Aha, das ist eine KI", war es eigentlich schon schlecht gemacht. Denk an selbstfahrende Autos: Da willst du auch nicht dauernd daran denken, dass du in einem Fahrzeug sitzt, das ohne Fahrer unterwegs ist. Du willst dich einfach reinsetzen, fahren – und die Fahrt genießen. Bis dahin ist zwar noch ein Moment Zeit, aber es wird kommen. 🚗 Ich wünsche dir einen guten Start in die Woche! Herzliche Grüße Jürgen P.S.: Wieso "Re: Überschreitung meiner Intelligenz" ?
20:53 Uhr
2026.01.24
Lieber Jürgen, deine Begeisterung für KI kann ich verstehen. Man investiert viel Zeit, muss aufpassen und alles passend machen. Zum Schluss freut man sich was man geschaffen hat und hat es sichtbar. Es ist wie ein Puzzle. Meinst du, dass es mal eine perfekte KI gibt so wie es eine perfekte Kopie eines Bildes? Mit der Arbeitskollegin war ich spazieren und in einem Cafe. Wir verstehen uns gut und jeder hört zu und kommt zu Wort ohne Bewertung. Nächste Woche wollen wir uns wieder treffen. Es ist nicht so einfach einen Menschen zu treffen der empathisch empfindet. Es ist mir schon einige Male im Leben passiert, dass sich andere mit fremden Federn schmücken. So wie vor kurzem mal wieder. Für die Waldwandergruppe habe ich die Chronikarbeit übernommen. Meine Idee war es, dass man die ehemalige Chronikschreiberin für ihre Arbeit würdigt und etwas verfasst was in dem Buch drin sein sollte. Die Gruppenleiterin fragte mich ob ich den Text verfasse. Ich tat es und nun wollte sie es ihr sogar persönlich überreichen. In der WhatsApp Gruppe stand dann "Ich war bei Heidi und habe ihr ein Dankesschreiben übergeben. Vielen Dank an euch alle." Darauf hin habe ich sie angesprochen und gemeint, dass mir da was gefehlt hat. Z. B.: " Vielen Dank an alle und einen besonderen Dank an Ilona. Sie hatte die Idee und den Text verfasst." Daraufhin kam leise "Habe ich wohl vergessen. Kann ich ja noch machen." Ich meinte nur, dass sie das nicht machen soll. Das wäre nun nicht mehr ehrlich. "Überschreitung meiner Intelligenz" bezog sich auf deine Arbeit mit dem Programmieren. Habe mich mal schlau gemacht und habe festgestellt, dass was ich gemacht habe ist nur ein ganz kleiner Bruchteil von dem was du drauf hast. Liebe Grüße Ilona P.S.: Habe mir ein Puzzle im Internet bestellt :-)
19:57 Uhr
2026.01.25
Liebe Ilona, vielen Dank für deine Zeilen – und vor allem für dein Verständnis für meine Begeisterung. Dein Vergleich mit dem Puzzle gefällt mir sehr gut. Wie viele Teile hat denn dein Puzzle – und was für ein Motiv? Ich finde die Vorstellung schön, dass du dir die Arbeit so vorstellst: am Ende sieht man, was entstanden ist, und kann sich daran freuen. Eine perfekte KI wird es nicht geben. KI ist eine Entwicklung – ich vergleiche sie mit dem Feuer. Ohne Feuer hätte die Menschheit nie entstehen können. Aber Feuer ist auch gefährlich und kann zerstören. Der Mensch hat gelernt, damit umzugehen: durch Brandschutzregeln, durch die Feuerwehr, durch Verantwortung. Genau so stelle ich es mir mit der KI vor. Ohne KI wird es in Zukunft nicht gehen. Unkontrollierte KI kann zerstören. Wir müssen lernen – jeder einzelne Mensch –, in Zukunft mit KI umzugehen. Der Mensch muss lernen zu unterscheiden: Wo lasse ich mir von der KI helfen? Wo nutze ich sie? Und wo bleibe ich souverän? Wenn er das nicht schafft, ist er verloren. Souverän bleibt der Mensch, wenn er sich mit Menschen verbindet, mit Tieren, wenn er künstlerisch schafft, handwerklich bleibt, Neues entwickelt. In fünf Jahren wird die KI so weit sein, dass man nicht mehr unterscheiden kann, welches Bild, welches Video, welches Audio künstlich erzeugt wurde – oder vom Menschen stammt. Deshalb ist es eine gute Idee, dass du dich mit deiner Arbeitskollegin triffst. Vernetzung ist wichtig. Das ist auch ein Grund, weshalb ich mich zum Briefwechsel entschlossen habe: Menschen kennenzulernen, Verbindung zu knüpfen, gemeinsame Interessen auszuleben. Dass ihr euch gut versteht – jeder hört zu, jeder kommt zu Wort, ohne Bewertung – das ist selten und wertvoll. Du hast recht: Es ist nicht so einfach, einen Menschen zu treffen, der empathisch empfindet. Ich freue mich, dass ihr euch nächste Woche wieder trefft. Was die Geschichte mit der Waldwandergruppe angeht: Ich kann sehr gut verstehen, dass dich das verletzt hat. Du hattest die Idee, du hast den Text verfasst – und dann wird so getan, als sei es ein Gemeinschaftswerk gewesen. Das ist nicht fair. Dass sie es „vergessen" hat, macht es nicht besser. Im Gegenteil: Solche Situationen zeigen, wer wirklich aufmerksam ist – und wer sich schmücken will. Du hast richtig gehandelt, indem du es angesprochen hast. Und du hast auch richtig gehandelt, indem du gesagt hast: „Das wäre nun nicht mehr ehrlich." Das zeugt von Haltung. Was deine Bemerkung zur „Überschreitung deiner Intelligenz" angeht: Bitte unterschätze dich nicht. Dass du HTML von Hand geschrieben hast, dass du CorelDRAW professionell eingesetzt hast, dass du Layouts gestaltet hast – das ist keine kleine Leistung. Das erfordert Verständnis, Geduld und Kreativität. Wir arbeiten in unterschiedlichen Bereichen, das stimmt. Aber das heißt nicht, dass das eine mehr wert ist als das andere. Ich wünsche dir einen schönen Start in die Woche – und viel Freude beim nächsten Treffen mit deiner Arbeitskollegin. Herzliche Grüße Jürgen
17:11 Uhr
2026.01.31
Lieber Jürgen, vielen Dank für deine freundlichen Worte. Das hat mir gut getan. Du hast nicht nur gelesen, du hast mich verstanden :-) Ja, du hast Recht, es wird und es ist schon so, dass KI gefährlich ist. Da ist dein Vergleich mit dem Feuer sehr passend. Ich meide die KI bei WhatsApp usw. Das ganze ist noch am Aufbau, trotzdem weiß ich, dass es für mich nicht überschaubar ist. Von dem was ich nicht kenne lass ich die Finger von. So ist es z. B. mit dem Handy. Ich habe einige Erleichterungen auf mein Handy eingerichtet, würde das aber bei anderen nicht tun wenn sie fragen würden. Fand dein erster Kurs schon statt? Wie war es? Bist du jemand der sich gern mit anderen austauscht? Ich hoffe, dass du etwas neues lernen kannst und Ideen mit nach Hause nimmst. Habe jetzt 5 Puzzle bestellt und 3 sind schon da. Ich nehme 1000 Teile, Landschaften, Schlösser, Gärten, Städte und Bauwerke. Ich kaufe auch gern Puzzle aus der Stadt wo ich hingereist bin. Z. B. Wuppertal. Im Baumarkt kaufte ich schon vor Jahren eine Styroporplatte. Da passt alles drauf, Platz zum stückchenweise Legen und leicht genug das ganze wegzutragen. Bist du in Dresden aufgewachsen oder bist du aus Westdeutschland dort hingezogen? Letztes Jahr war ich in Dresden für 3 Tage. Sehr gut hat mir das Panometer gefallen und der Weg dort hin. Ein paar Stationen mit dem Bus, zu Fuß durch den großen Park und ein paar Stationen mit der kleinen Bahn im Park. Dann ist man aber noch nicht da :-) also ging es zu Fuß weiter. Die Ausstellung "Urwald" war für mich sehr interessant. Im April fahre wir 4 Mädels nach Leipzig zum Panometer. Ich wünsche dir einen schönen Sonntag. Liebe Grüße Ilona
20:21 Uhr
2026.02.05
Liebe Ilona, deine Zeilen haben mich sehr gefreut. Dass du dich verstanden gefühlt hast, ist für mich etwas Besonderes – genau darum geht es mir im Austausch. Deine Haltung zur KI finde ich sehr stimmig. Sie bewusst zu meiden, ist ein guter Grundsatz. Ich sehe es ähnlich: KI sollte man nur dann nutzen, wenn sie einen konkreten Nutzen bringt. Alles andere erzeugt eher Abhängigkeit oder Unübersichtlichkeit. Gerade bei Dingen, die man nicht wirklich durchschaut, ist Vorsicht klug – so wie du es auch beim Handy beschreibst. Jeder muss für sich entscheiden, was hilfreich ist und was nicht. Der Kurs findet gerade statt – rein online, ohne direkten Kontakt zu anderen Teilnehmern. Trotzdem waren neue Aspekte dabei. Auch wenn ich sie jetzt noch nicht konkret brauche, weiß ich nun, wo ich mich bei Bedarf schnell informieren kann. Mein Motto ist da recht einfach: Wer weiß, wozu es einmal gut ist. Puzzle legen kann ich sehr gut nachvollziehen, das macht mir ebenfalls großen Spaß. Ich kaufe mir allerdings keine – nicht aus Mangel an Interesse, sondern aus ganz praktischen Gründen: zum einen der Platz, zum anderen, weil ich zwischen verschiedenen Welten unterwegs bin – Europa und Dominikanische Republik. Da überlegt man sich zweimal, was man dauerhaft behält. Zu deiner Frage nach Dresden: Ich bin hier geboren. Nach Schule und Berufsausbildung war ich dann an vielen Orten – Cottbus, Briesen, Frankfurt am Main, Hannover, Bad Salzdetfurth, Ellhofen, München, Miami Playa in Spanien, Salzburg, Wien, später Freital – und jetzt wieder in Dresden. Meine Familie lebt heute in Santo Domingo und San Cristóbal. Mal sehen, wo es mich noch hinführt. Im Panometer war ich vor etwa zwei Jahren auch. Das hat mir sehr gefallen – diese Kombination aus Bild, Raum und Zeit. Die Ausstellung „Urwald“ kenne ich zwar nicht, aber ich kann gut verstehen, dass dich das angesprochen hat. Leipzig im April klingt ebenfalls nach einem schönen Plan. Wie sieht bei dir so eine durchschnittliche Woche aus? Ich wünsche dir ein schönes Wochenende und freue mich auf deine nächsten Zeilen. Liebe Grüße Jürgen
21:03 Uhr
2026.02.07
Lieber Jürgen, ich komme aus dem Staunen nicht raus. Wo du schon überall gewohnt hast. Das finde ich sehr interessant. Damit meine ich die Tatsache, dass man soetwas macht. Schreib mal bitte von deinen Reisen. Nachdem ich vor 3 Jahren in Rente gegangen bin, habe ich auch einiges unternommen aber nur Tages- oder 3tages Reisen. Wien, Bremen, Holland, Wuppertal, Prag, Sangerhausen usw. Meine Vorfahren kommen alle aus der Nähe wo ich wohne. Mein Stammbaum, väterlicher Seite, fängt 1730 an und im Umkreis von 20 km ist keiner weiter gekommen. Ich schau mir aber viele Reportagen über andere Länder gern an. Z. B. jetzt Phoenix "Über den Wolken - Leben in den Bergen. Das dein Kurs online ist hätte ich wissen müssen. Als das auf kam war ich ja schon aus dem Arbeitsleben raus und meine Gedanken sind eben altbacken. Mich beschäftigt immer wieder die KI. Sie lernt durch einen Befehl. Wenn man aber z. B. 10 mal etwas falsches schreibt wird das so übernommen. Die Woche geht eigentlich schnell rum. Montags kommt mein Ex Freund für eine Stunde Kaffeetrinken und über das Fernsehprogramm lästern. War mit ihm von 2000-2009 zusammen bis seine erwachsene Tochter mir nichts gutes angetan hat. Mittwochs Frühstück bei Edeka allein oder mit Freundin. Donnerstag Vormittag Waldwandern meist 5 km und am Nachmittag mit der neu gewonnenden Freundin spazieren gehen. Ansonsten gehe ich fast jeden Tag noch raus und laufe ne Stunde. Am Freitag bin ich zum Frisör eine dreiviertel Stunde hin und das dann auch zurück. Ich bin froh wenn ich wieder Fahrrad fahren kann. Im Sommer mache ich Fahrradtouren so 70 km, 5 mal die Woche. Da fahre ich 20 km zur Elbe, dann mit der Fähre rüber und am Deich entlang bist Tangermünde, auf der anderen Seite zurück (alles Radwege). Meist allein aber auch Touren mit Radfahrfreundinnen ins brandenburgische Gebiet. Hoffendlich geht das noch ein paar Jahre. Für meine langjährige Freundin wäre das nichts. Sie hat einen großen Freundeskreis und bei jeder Gelegenheit wird Party gemacht :-) Danke, dass du dir Zeit nimmst und mir schreibst. Liebe Grüße Ilona
20:41 Uhr
2026.02.08
Liebe Ilona, wenn ich zurückblicke, fühlt sich mein Lebensweg tatsächlich wie eine kleine Reise an. Angefangen hat alles in Dresden und Cottbus in der Flugzeug-Reparaturwerkstatt, Aschließend einige Jahre im Datenverarbeitungszentrum, wo ich früh mit Technik und Computern zu tun hatte – damals noch groß, laut und sehr handfest. Diese Zeit hat mein strukturiertes Denken geprägt. Später führte mich die Arbeit als Programmierer durch verschiedene Regionen Deutschlands, unter anderem nach Hannover (Clearing-Bank mit Java), Offenbach (ERP-System mit XML) und Bad Salzdetfurth (Hotel- und Gaststätten-ERP mit Delphi). Überall ging es um Software, Daten und Lösungen für ganz reale Probleme in Unternehmen. Technik war für mich nie Selbstzweck, sondern immer ein Werkzeug, das Menschen helfen soll. Zwischendurch habe ich bewusst andere Wege eingeschlagen: In Cottbus betrieb ich ein Café mit Internetzugang und unterrichtete Kinder und Erwachsene im Umgang mit Computern. Das war wohl mein erster Schritt Richtung Lehren – lange bevor ich mich selbst als Dozent gesehen habe. Eine prägende Station war die Schweiz (ERP-System - VB, Web). Im Park Hyatt Hotel in Wien arbeitete ich an der Digitalisierung und Automatisierung technischer Abläufe – von IT bis Gebäudetechnik. Dort habe ich erlebt, wie vielseitig Technik sein kann, wenn sie im Alltag wirklich funktionieren muss. Heute arbeite ich freiberuflich als Dozent und Programmierer. Der Ort ist dabei weniger wichtig geworden als die Aufgabe. Rückblickend waren all diese Stationen weniger „Umzüge“ als vielmehr Perspektivwechsel – neuer Ort, neue Branche, neue Programmiersprache. Und der aktuelle Kurs soll meine Python-Kenntnisse erweitern. Gestern habe ich wieder zwei Bewerbungen abgeschickt. Mal sehen ... Übrigens, mit meiner Exfrau wäre ich wahrscheinlich nicht so rum gekommen. Sie ist immer an ihrem Geburtsort geblieben und die Familie auch innerhalb von 20 km. Nachdem wir uns getrennt hatten ging meine Wanderei los ... Das du dich regelmäßig mit Freund und Freundin triffst ist sehr gut. Deine Fahrrad-Touren hören sich auch gut an. Es gab Zeiten, wo ich nur Fahrrad hatte. Erst nach der Wende hatte ich mein erstes Auto gekauft. In Bad Salzdetfurth hatte ich eine wunderbare Fahrradstrecke. Zur Zeit bin ich in Dresden Stadt, quer durch die Stadt ist nicht so schön. Gestern war ich bei meinem Privat-Friseur, meiner Schwester ;-) Die hat den Bogen mit der Maschine raus - 5 Minuten. Der Kurs ist zur Hälfte fertig. Ideal wäre es, wenn dann eine der beiden Bewerbungen erfolgreich wäre. Für heute Abend solls das gewesen sein. Eine schöne Woche wünscht dir Jürgen
23:20 Uhr
2026.02.14
Hallo Jürgen, die Computeranfänge bis jetzt, es war genau deine Zeit. Was du alles gemacht hast, was du erreicht hast, passte so super in diese Zeit in deine Zeit. Und jetzt gehst du weiter mit der Zeit. Du musst viel Kraft haben, stehen bleiben willst du nicht. Schon als kleines Kind wusste ich, dass ich von meiner Mutter und Familie nichts zu erwarten habe. Meine Zwillingsschwester gab den Ton an. Sie war das kleine, niedliche, blonde Mädchen, die die Mutter was vor machen konnte. Mir ist mit 10 Jahren kein Satz mit 5 Wörtern eingefallen. Mit mir hat keiner gesprochen. Habe ich mal was gut gemacht, fand meine Mutter da auch einen Fehler. Ich war die Dicke, bist dumm und das schaffst du sowieso nicht. Früh lernte ich also für mich Entscheidungen zu treffen. Aus der 8. Klasse wollte ich unbedingt raus. Ab da ging es aufwärts. Meine Lehre mit 2 abgeschlossen. Mein Chef wollte mich zur Schule schicken 2 Jahre Wirtschaftskaufmann, sie wollten mich nicht annehmen da ich nur achte Klasse hatte. Ich setzte mich durch und sagte "Ich habe in den Hauptfächern 10. Klasse. Das klappte. Abschluss Note 2 und im Fach Wirtschaftsmathe eine 1. Hm? Ich machte meine 10. Klasse in der Abendschule nach, Abschluss 2 :-) Dann noch Weiterbildung 1 Jahr Buchhaltung. Da ich Computerkurse in der Arbeitslosenzeit belegte, war ich auf einen guten Stand. Durch einige ABMs war ich in der Stadtverwaltung gelandet. Dort hatte ich die Idee das Archivgut auf Ecxeltabellen zu schreiben. Damit war die Suche nach einem Begriff leicht und alle in ihren Büros hatten Zugriff. Dort merkte ich auch, dass einige auf dem Stuhl jahrelang saßen und nur die eine Tätigkeit konnten aber links und rechts nichts konnten. Es gibt heute noch Menschen die schlecht über Leute reden die "nur" 8. Klasse haben. Ich mache gern Sudoku. Das Spiel ist einfach. Man muss die Zahlen von 1 bis 9 rein schreiben. Die Anleitung kann man googeln und nachlesen. Doch eins steht nicht da. Welche beiden Zahlen werden als letzte Zahlen eingetragen. Weißt du sie? Liebe Grüße Ilona P.S.: War über eine Woche krank. Alles wieder gut. Kaffeetrinkentreffen schon wieder geplant :-)))
19:32 Uhr
2026.02.15
Liebe Ilona, danke für deine offenen Worte. Das, was du über deine Kindheit schreibst, geht unter die Haut. Und gleichzeitig liest man zwischen den Zeilen eine enorme Kraft. Ganz ehrlich: Daumen hoch für deine Entwicklung. Du hast dir deinen Weg selbst erkämpft – gegen Widerstände, gegen Vorurteile, gegen dieses ständige „Das schaffst du sowieso nicht“. Und dann: Lehre mit 2 abgeschlossen, Wirtschaftsschule durchgesetzt, 10. Klasse nachgeholt, Weiterbildung in Buchhaltung. Das ist keine Selbstverständlichkeit, das ist Charakter. Besonders beeindruckt hat mich deine Geschichte mit der Stadtverwaltung und den Excel-Tabellen. Du hast nicht nur mitgearbeitet, sondern Strukturen verbessert. Genau das unterscheidet Menschen, die „mitdenken“, von denen, die nur ihre eine Schublade bedienen. Dass es heute noch Menschen gibt, die über jemanden mit „nur“ 8. Klasse sprechen – das sagt mehr über sie aus als über die Betroffenen. Ich erkenne mich in vielem wieder. Meine Fachschule konnte ich wegen einer Handverletzung nicht beenden – und dann kam auch noch die Wende dazwischen. Einen „höheren Abschluss“ in der Programmierung habe ich nie gehabt. Trotzdem habe ich mir alles erarbeitet, Schritt für Schritt. Entscheidend war für mich immer nur eins: Es muss mir Spaß machen. Wenn mich etwas interessiert, dann bleibe ich dran. Und jetzt ist es die KI. Nicht, weil es modern klingt – sondern weil ich neugierig bin. Im Moment schreibe ich mir zum Beispiel ein eigenes Programm, mit dem ich mein Englisch sprechen lernen kann. Ich werde mich dann auf Englisch mit der KI unterhalten. Sie wird mich geduldig korrigieren, wenn sie mich nicht verstanden hat. Das ist für mich Lernen ohne Druck – nur aus Freude am Weiterkommen. Du siehst: Wir beide sind keine Menschen, die stehen bleiben. Und zu deinem Sudoku-Rätsel: Rein logisch betrachtet gibt es keine festen „letzten beiden Zahlen“, die immer gleich wären – das hängt vom jeweiligen Rätsel ab. Aber ich ahne, dass du auf etwas anderes hinauswillst 😉 Vielleicht erzählst du mir deine Lösung. Schön, dass es dir gesundheitlich wieder besser geht. Und Kaffee-Treffen sind immer ein gutes Zeichen fürs Leben. Herzliche Grüße Jürgen
21:44 Uhr
2026.02.21
Lieber Jürgen, deine Worte berühren mich sehr. Danke. Da fällt mir das Wort Achtsamkeit ein. Achtsamkeit für mich habe ich gelernt. Mir fallen Worte ein die ich meiner neuen Freundin (ehemalige Arbeitskollegin) sagen möchte. Du hast Recht, wir hatten keinen graden Weg im Leben, haben trotzdem alles dafür getan. Früher habe ich den Spruch "Seid ich die Menschen kenne, liebe ich die Tiere" nicht verstanden. Doch jetzt denke ich über die schlechten Menschen nach, die ich im Leben kennenlernen musste und halte mich von solchen bei den kleinsten Anzeichen fern. Die Sudokurätsel sind in den Heften nummeriert und das finale Ende ist diese Nummer, z. B. Rätsel Nr. 95, dann sind die letzten Zahlen die man einträgt 9 und 5. Das habe ich mir nicht ausgedacht. Nach jahrelangen Sudokurätseln ist es mir aufgefallen, dass es die Zahlen sind. Eine KI erstellen für eine Sprache lernen ist bestimmt kompliziert und eine Herausforderung. Da bist du bestimmt viele Monate mit beschäftigt. Da braucht man Durchhaltevermögen. Hochachtung! dass du soetwas machst. Seit ca. 10 Jahren habe ich nur noch 5 Prozent Geschmack- und Geruchsinn (wurde in der Uniklinik getestet, da kam 0 Prozent raus). Nach meiner jetzigen heftigen Erkältung habe ich wieder ca. 50 Prozent. Ich freue mich riesig darüber, habe Angst das es wieder weg geht. Ich freue mich schon auf en Wildbranch
20:55 Uhr
2026.02.23
Liebe Ilona, deine Zeilen haben etwas Ruhiges. Man merkt, dass du nicht aus einer schnellen Emotion heraus schreibst, sondern aus einer gewachsenen Haltung. Achtsamkeit – ja, das passt zu dir. Dass du gelernt hast, auf dich selbst zu achten, finde ich wichtig. Gerade wenn man früh erfahren hat, nicht gesehen oder nicht ernst genommen zu werden. Sich von Menschen fernzuhalten, bei denen sich alte Muster wiederholen könnten, ist kein Misstrauen – es ist Selbstschutz. Und das ist gesund. Der Spruch mit den Tieren… ich glaube, er entsteht aus Enttäuschung. Ich sehe es ein wenig anders: Es gibt schlechte Erfahrungen mit Menschen – aber nicht die schlechten Menschen. Ich habe im Leben viele sehr unterschiedliche Charaktere erlebt, auch in der Arbeitswelt. Und oft sind Menschen eher verletzt als böse. Vielleicht bin ich da zu optimistisch – aber ich glaube immer noch gern an das Gute im Kern. Deine Erklärung mit dem Sudoku hat mich schmunzeln lassen. Das ist typisch für dich: nicht nur lösen, sondern beobachten. Dass dir nach Jahren auffällt, dass die letzten Zahlen der Heftnummer entsprechen – das ist ein Blick für Muster. Und genau das mag ich: dieses stille Entdecken.Allerdings konnte ich so etwas nicht entdecken. Ich kaufe keine Heft-Sudoku, sondern als App auf dem Handy oder Desktop. Jeden Tag mache ich diese vier Spiele: Was deinen Geschmack- und Geruchssinn betrifft – das muss unglaublich gewesen sein, zehn Jahre fast nichts wahrzunehmen. Und jetzt plötzlich 50 Prozent! Das ist doch ein kleines Wunder im Alltag. Ich verstehe deine Freude – und auch die Angst, dass es wieder verschwinden könnte. Aber vielleicht darfst du es einfach genießen, ohne gleich an den Verlust zu denken. Wildbraten mit wiederkehrendem Geschmackssinn – das ist Lebensqualität. Bei mir dreht sich vieles gerade ums Lernen. Nicht aus Zwang, sondern aus Neugier. Ich merke, dass es mir gut tut, geistig in Bewegung zu bleiben. So wie du mit deinen Sudokus. Ich bastle im Moment an einem Programm, mit dem ich mein Englisch trainiere – ich möchte mich irgendwann ganz selbstverständlich unterhalten können. Es ist weniger Technikbegeisterung als Freude am Dazulernen. Und ich denke, dass es spätestens in zwei Wochen einsatzbereit ist. Welche Sprache würdest du lernen wollen? Und weißt du – wir beide hatten keinen geraden Weg. Vielleicht war das sogar ein Vorteil. Wer Umwege geht, sieht mehr Landschaft. Ich freue mich, dass es dir gesundheitlich besser geht. Und ich wünsche dir, dass der nächste Kaffee nicht nur gut schmeckt, sondern auch duftet. Herzliche Grüße Jürgen
20:43 Uhr
2026.03.01
(kein Text)
19:56 Uhr
Guten Abend lieber Jürgen, Bestätigungen von jemanden, von dir, bedeuten mir sehr viel. Deine guten Worte und deine Analyse aus dem was ich schreibe machen mich stärker und fühle mich gesehen. Ich war mit meine langjährige Freundin vor längerer Zeit Eis essen. Da der Kellner mich wohl nicht richtig verstanden hat (ich spreche eigendlich deutlich :-) fragte er meine Freundin was ich bestellen will. Am liebsten hätte ich gesagt "Hallo, ich bin hier". Es liegt wohl daran, dass sie eine große, schlanke, blonde Frau ist. Deine täglichen Spiele habe ich mir angeguckt. Die drei kannte ich nicht und Queens hat mir gefallen. Gestern habe ich mit meiner Schwägerin 6 ½ Stunden, bis 2 Uhr 30 telefoniert. So ca. eine viertel Stunde sprach ich :-). Wir haben auch das jährliche Treffen in Potsdam besprochen, dass im April sein soll. Heute musste ich mich davon erholen. Habe mein Balkon sauber gemacht, Steuererklärung ist fertig und der Vodafone Router ist im Paket zum wegschicken. Habe den Vertrag gekündigt. Komme mit 4G gut ins Internet mit dem Handy und verbinde den Laptop mit dem Handy wenn ich mit dem Laptop ins Internet will. Da ist der Vodafone Vertrag sinnlos geworden. So ein Englisch Programm erstellen ist bestimmt nicht einfach, ich denke du schaffst das. Es gibt bestimmt viele Programme aber du machst eins für dich abgestimmt. Ich dachte, dass du Englisch mit deiner Frau sprichst, auf der Arbeit und bei KI es brauchst. Ist das dann ein weiterführender Kurs? Was macht dein KI Kurs? Ich bin überhaupt nicht sprachbegabt. Meine Wahl wäre aber auch Englisch. Heute schicke ich ein Bild von mir. Eins von dir konnte ich ja von Anfang an sehen. Ich finde, dass es nun in dem Sinne auf Augenhöhe ist. Einen schönen Abend wünsche ich dir. Liebe Grüße Ilona
19:57 Uhr
2026.03.04
Liebe Ilona, erst einmal einen herzlichen Gruß zurück zu dir. Die Geschichte mit dem Kellner kann ich mir gut vorstellen. Du hättest ihn wahrscheinlich tatsächlich direkt fragen können, was er nicht verstanden hat. Aber ich glaube, in dem Moment warst du einfach zu perplex. Hinterher ist man ja immer schlauer – und im Kopf fallen einem dann plötzlich die passenden Sätze ein. Sechseinhalb Stunden telefonieren – das ist schon eine ordentliche Strecke. Meine Frau telefoniert auch gern und lange mit ihrer Familie in der Dominikanischen Republik. Aber sechseinhalb Stunden sind selbst dafür eine Hausnummer. Dein Tag danach klingt dagegen sehr produktiv: Balkon sauber machen bei Sonnenschein, Steuererklärung erledigt und gleich noch den Vodafone-Router auf den Weg gebracht. Das ist doch ein gutes Gefühl, wenn solche Dinge erledigt sind. Steuererklärung mache ich dieses Jahr übrigens nicht, weil ich ja erst seit September wieder in Dresden bin. Und ein guter Vertrag ist wirklich etwas wert. Ich habe im Moment 75 GB für etwa 11 € im Monat, das reicht für meine Bedürfnisse völlig. Zusätzlich habe ich noch einen Monatsvertrag mit 70 GB, den nutze ich nur solange ich hier arbeite. Sobald ich wieder in die Dominikanische Republik fliege, melde ich den wieder ab. Was die Sprachen betrifft: Meine Frau ist Dominikanerin und spricht ein sehr gutes Spanisch. Spanisch gefällt mir auch sehr gut. Wenn ich Englisch sprechen will, rutscht mir manchmal plötzlich ein spanisches Wort dazwischen. Englisch lesen kann ich recht ordentlich – aber sprechen ist eben etwas ganz anderes, und genau das möchte ich verbessern. Deshalb bastle ich an dieser kleinen Sprach-App. Ich orientiere mich dabei an der Methode von Vera Birkenbihl: möglichst ohne klassisches Vokabel- und Grammatiklernen, sondern mehr über Verstehen, Hören und Anwenden. Ob viele Programme nach diesem Prinzip arbeiten, weiß ich gar nicht – aber für mich fühlt sich dieser Ansatz sehr natürlich an. Heute hatte ich mal wieder eines dieser frustrierenden Technik-Erlebnisse. Ich wollte an einem Bild rechts und links einen sauberen Übergang zum Hintergrund machen – eigentlich eine Kleinigkeit. Canva wäre dafür das richtige Tool. Aber die Funktionen sind so versteckt, so verschachtelt, dass ich es selbst mit Hilfe von zwei KI-Systemen nicht geschafft habe, das Bild so zu bearbeiten, wie ich wollte. Das Problem ist: Programme bekommen immer mehr Funktionen, werden ständig umgebaut – und die Bedienung ändert sich dauernd. Das kenne ich ja seit Jahrzehnten von Windows. Eine richtige Hassliebe. Seit 1995 arbeite ich mit Windows (angefangen bei 3.1), und bei gefühlt jedem größeren Update wandern Funktionen von einem Reiter zum nächsten. Man hat sich eingearbeitet – und zwei Versionen später ist alles anders. Ich war ja mal zwei Jahre komplett bei Linux. Dort ändert sich nicht ständig alles, Updates gehen schnell und ohne Neustart – etwas, das Windows seit 30 Jahren nicht wirklich elegant hinbekommt. Manchmal beneide ich einen Tischler. Ein Hobel hat sich in den letzten zig Jahren kaum verändert. Vielleicht anderes Material, vielleicht ergonomischer – aber ein Hobel ist immer noch ein Hobel. Computer und Programme sind für mich Werkzeuge. Und Werkzeuge müssen nicht dauernd neu erfunden werden. Es darf neue geben – aber die alten sollten so bleiben, wie sie funktioniert haben. Man kauft sich ein Programm, arbeitet sich ein – und zwei oder drei Generationen später ist es nicht mehr nutzbar, obwohl es immer noch genau das tut, was man braucht. Meine Schwester ist gerade richtig betrübt: Ihre Spiele, die unter Windows 8 liefen, funktionieren auf dem neuen Rechner nicht mehr. Ihr MS Surface ist kaputt – sie hätte 200 € für eine Reparatur bezahlt, aber es gibt keine Ersatzteile mehr. Das ist genau diese Wegwerf-Logik, die mich ärgert. Also ja – manchmal wünsche ich mir, Technik würde sich ein bisschen wie ein Hobel benehmen. Und noch etwas: Danke für dein Foto. Jetzt sind wir tatsächlich auf Augenhöhe 🙂. Ich finde es schön, wenn man zu den geschriebenen Worten auch ein Gesicht vor Augen hat. Ich wünsche dir einen angenehmen Abend. Herzliche Grüße Jürgen
18:19 Uhr
2026.03.07
Lieber Jürgen, schon wieder ist eine Woche rum. Die Woche war sehr positiv. Fast jeden Tag gab es etwas auf was ich mich gefreut habe. Treffen mit dieser und einer anderen Freundin, Waldwandern bei Sonnenschein, Wildbrunch war lecker (habe den Pilzgeschmack von den Pilzen in der Wildschweinsoße geschmeckt) und nach dem das E-Bike zur Inspektion war ging es an dem Tag gleich weiter 31 km. Wollte nach dem Winter den Elbe-Havel-Kanal sehen und langfahren. Ein Update wurde beim Fahrrad auch gemacht. Innerhalb von 3 Sommer sind es 5700 km geworden. Ich hoffe, dass es noch ein paar Jahre so weiter geht. Von Vera Birkenbihl habe ich schon viele Videos gesehen. Auch das mit den Fremdsprachen lernen. Da habe ich noch gedacht, wenn ich eine Fremdsprache lernen schaffen könnte, dann auf diese Art und Weise. Es werden immer mehr englische Wörter in der deutschen Sprache eingedeutscht. Dabei gibt es die deutschen Wörter dazu. Ich mit meiner einfachen Sprache googel dann wie das engliche Wort auf deutsch heißt. Interessant ist der Fall von Ricky McCormick und das Voynick Manuskript. Bei Ricky McCormick kann ich mir vorstellen, dass es ein Autist schafft die geschriebenen Zettel zu entschlüsseln. Ihre Denkweise ist ganz anders. Du hast Recht, immer wieder bringen sie neue Windows Versionen raus und dann passt das Alte mit dem Neuen nicht mehr. Wünsche dir einen schönen Sonntag und pass auf dich auf. Liebe Grüße Ilona
23:50 Uhr
2026.03.09
Liebe Ilona, danke für deine Nachricht. Deine Woche klingt richtig gut. Wenn fast jeden Tag etwas dabei ist, worauf man sich freut, dann ist das ein schönes Gefühl. Waldwandern bei Sonnenschein, ein guter Brunch und dann noch eine 31-km-Tour mit dem E-Bike – das liest sich nach einer sehr gelungenen Mischung aus Bewegung und Genuss. Und 5700 km in drei Sommern sind auch eine ordentliche Strecke. Da sieht man, dass du dein Rad wirklich nutzt. An Vera Birkenbihl gefällt mir vor allem die Aussicht, dass man ohne klassische Vokabellisten und Grammatikpauken auskommen kann. Lernen über Verstehen, Hören und Anwenden – das fühlt sich für mich natürlicher an als das alte Schulprinzip. Dieses „Denglisch“, das sich überall einschleicht, finde ich übrigens auch furchtbar. Es wirkt fast so, als würde unsere Sprache Stück für Stück verwässert – mit Anglizismen, Genderformen oder „einfacher Sprache“. Umso besser, dass du manchmal bewusst nach der deutschen Bedeutung eines Wortes suchst. Sprache ist schließlich auch ein Teil unserer Kultur. Deine Bemerkung über Ricky McCormick und das Voynich-Manuskript hat mich neugierig gemacht – ich musste mich erst einmal informieren. Beide Fälle sind tatsächlich faszinierend. Der Fall Ricky McCormick: 1999 wurde er in einem Maisfeld nahe St. Louis tot aufgefunden. In seinen Taschen lagen zwei handgeschriebene Zettel mit einer merkwürdigen Mischung aus Buchstaben und Zahlen. Bis heute konnten weder das FBI noch Kryptologen eindeutig entschlüsseln, ob es ein echter Code ist oder nur persönliche Notizen. Und das Voynich-Manuskript ist ein ganz anderes, aber ebenso rätselhaftes Phänomen: ein reich illustriertes Buch aus dem frühen 15. Jahrhundert, geschrieben in einer unbekannten Schrift oder Sprache. Trotz jahrzehntelanger Versuche von Linguisten und Kryptologen konnte der Text bisher nicht überzeugend entschlüsselt werden. Es enthält Zeichnungen von Pflanzen, astronomischen Diagrammen und seltsamen Szenen – und niemand weiß genau, was es bedeutet. Also wieder etwas gelernt. Bei mir stehen diese Woche auch zwei Dinge an. Am Donnerstag fahre ich zusammen mit meiner Ex-Frau zu meinem jüngsten Sohn. Er wohnt etwa 650 km von Dresden entfernt, also wird das eine kleine Reise. Und zwischendurch möchte ich meine Sprachen-App endlich so weit fertig machen, dass ich sie wirklich benutzen kann. Vieles ist vorbereitet, aber jetzt soll sie endlich praktisch zum Einsatz kommen. Ich wünsche dir weiterhin viele solche guten Wochen mit kleinen Dingen, auf die man sich freuen kann. Herzliche Grüße Jürgen
20:32 Uhr
2026.03.15
Lieber Jürgen, das Wort Denglisch finde ich gut. Es beschreibt die Mischung aus Deutsch und Englisch. Deine 650 km "kleine" Reise zu deinem Sohn empfinde ich eher als große Reise. War die Reise gut und angenehm? Ich habe mich gefragt wo es sein könnte. Google hat ja Antworten und das kam raus: Deutschland erstreckt sich in Nord-Süd-Richtung über eine Länge von etwa 876 Kilometer. Die maximale Breite in Ost-West-Richtung beträgt rund 640 Kilometer. Orte wie die Ostsee (z.B. Kiel/Rostock) im Norden oder Teile Südfrankreichs/Norditaliens. Nun kann ich nachvollziehen was 650 km so bedeuten. Ich bin schon gespannt ob deine Sprachen-App gut funktioniert. Mit einer guten (sie versteht meine Erzählungen in der Tiefe) Freundin hatte ich mich letzte Woche verabredet und bin mit dem Bus hingefahren. Sie wollte ja einen Plan wie man einen Teil ihres Grundstücks gestalten kann. Heute war ich wieder da und wir haben die Sache angepackt. Ca. 150 qm freie Fläche muss 10 cm hoch die Erde abgetragen werden damit die Erde an anderer Stelle aufgefüllt wird um eine gleichmäßig hohe Fläche zu schaffen. So 25 qm haben wir heute geschafft. Belohnung war eine Pizza und Kaffee mit Milch und einen guten Schuss Sirup mit Karamellgeschmack. Das kannte ich gar nicht, es ist lecker. Am Dienstag und weitere Tage geht es weiter bis wir die Fläche geschafft haben. Es ist eine gute Übung um fit zu sein für die Radtouren. Mit einer anderen Freundin bin ich diese Woche zwei mal zum Essen verabredet. Mein Sohn kommt diesmal nicht im März, stattdessen im Mai. Er meinte mal, dass er noch nie in Potsdam Schloss Sanssouci war und das möchten wir im Mai unternehmen. Ich wünsche dir eine gute Woche. Liebe Grüße Ilona
22:18 Uhr
2026.03.17
Liebe Ilona, vielen Dank für deine Zeilen – ich lese sie immer gern, weil sie so lebendig sind. Deine Erdarbeiten mit deiner Freundin kann ich mir gut vorstellen. In meiner ersten Ehe (1985–2001) hatte meine Frau ein Grundstück mit in die Ehe gebracht – etwa 1400 m², dazu eine Kellerplatte für ein Haus. Den Rest haben wir selbst gebaut bzw. umgebaut, inklusive Garten. Deshalb weiß ich ziemlich genau, was es bedeutet, Erde zu bewegen, zu planen und am Ende zu sehen, was daraus geworden ist. Und auch dieses Gefühl von Stolz, wenn etwas fertig ist – das kann dir keiner nehmen. Dass ihr das Stück für Stück angeht, ist genau richtig. Und Pizza und Kaffee mit Karamellsirup als Belohnung klingt nach einem guten Abschluss für so einen Arbeitstag. Deine Idee mit Potsdam und Schloss Sanssouci finde ich übrigens schön. Und weißt du was: Ich war dort auch noch nicht. Man reist durch die Welt, sieht vieles – und kennt die eigene „Haustür“ oft am wenigsten. Dafür kommen dann Menschen von weit her, um genau das zu sehen. Meine „kleine“ Reise hatte es dann doch in sich. Da passt der alte Satz: Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt. Ich war davon ausgegangen, dass wir Donnerstag hinfahren und Freitag zurück. Als ich meine Ex-Frau fragte, warum wir für die Strecke jeweils einen ganzen Tag brauchen, meinte sie ganz ruhig: „Wieso Freitag? Wir fahren doch erst Sonntag zurück.“ Damit wurden aus zwei Tagen plötzlich vier. Ich war bei meinem jüngsten Sohn, der sich 2020 ein Eigenheim gebaut hat. Bisher hatte ich noch keine Gelegenheit, ihn dort zu besuchen. Die Strecke von Dresden bis in seine Gegend – etwa 650 km – ist ohne eigenes Auto mit der Bahn schon eine kleine Reise. Das Haus selbst hat mich überrascht: Von außen eher klein und überschaubar, innen dagegen erstaunlich großzügig. Ich habe einige 360°-Aufnahmen gemacht, die ich jetzt noch in Ruhe nachbearbeiten will. Nach der Rückkehr ging es direkt wieder in den Alltag. Am Montag war ich mit meinem Bruder beim HNO-Arzt. Auf den Termin hatten wir dreieinhalb Monate gewartet – und nach etwa fünfzehn Minuten war alles erledigt. Es ging nur um ein Rezept für eine Lichtsignalanlage, weil er die Klingel oft nicht hört. Am Abend war ich noch bei der Blutplasma-Spende. Für mich hat das mehrere Gründe: Man wird regelmäßig gesundheitlich überprüft, der Körper wird angeregt, neue Bestandteile zu bilden – und ein kleiner finanzieller Ausgleich ist auch dabei. Im Moment habe ich außerdem das Gefühl, dass Blut besonders gebraucht wird. Die letzten Tage bestanden dann vor allem darin, alles aufzuarbeiten, was liegen geblieben ist. Ein paar Tage ohne Internet tun zwar gut, aber danach wartet eben auch einiges. Heute sitze ich daran, alle offenen Briefe zu beantworten – damit ich mich wieder in Ruhe meiner Sprachen-App widmen kann. Allein zwei Stunden habe ich gebraucht, um wieder hineinzukommen, weil etwas nicht mehr funktioniert hat, was vor ein paar Tagen noch lief. Das ist so ein typischer Effekt: Abends läuft alles, am nächsten Tag nicht mehr – und man muss den Faden erst wieder aufnehmen. Ich wünsche dir weiterhin so aktive und erfüllte Tage – eine gute Mischung aus Bewegung, Begegnung und kleinen Belohnungen. Herzliche Grüße Jürgen
13:26 Uhr
2026.03.22
Gesendet : Dienstag, 17. März 2026 um 13:26
09:45 Uhr
Lieber Jürgen, vielen Dank für deine Zeilen. Auch ich lese sie sehr gern. Deine Rückäußerungen sind sehr empathisch und freue mich die ganze Woche darüber. Dein Lebensziel Haus bauen, Baum pflanzen und Kind bekommen hast du geschaffen. Weitere Lebensziele gibt es ja trotzdem noch, nur für dich und gemeinsame, die du dir erfüllst. Wie ich rausgelesen habe, hat dein Bruder eine Beeinträchtigung. Schön von dir, dass er nicht allein gelassen wird. Es ist so Schade, dass man auf Termine für "einfache" Dinge so lange warten muss und vielleicht dann nicht bekommt. Die kommende Woche wird nicht in der Erde gebuddelt, weil meine Freundin ein paar Tage weg fährt. Dafür kann ich die Sonne genießen beim Fahrradfahren. Gestern war ich schon unterwegs und habe ein paar Birkenzweige vom Baum abgeschnitten. Als ich in der Stadt wieder an kam, traf ich eine gute Bekannte, die auch mit dem Rad unterwegs war. Wir hielten an und bemerkten gleich, dass wir beide hinten im Fahrradkorb Birkenzweige haben. Ohne Worte lachten wir herzhaft los. Sie hat in meiner Gegend, wo ich wohne, die Zweige aus dem Wald geholt und ich in ihrer Gegend im Wald :-))) Heute geht es am Kanal entlang mit dem 🚵‍♂️ und morgen die andere Richtung. Die Runde ist ca. 15 km länger. Weiter so dann erreiche ich die volle Kraft 5 mal die Woche jeweils so 60-70 km zu schaffen. Da fällt mir wieder ein, dass ich immer unterschätzt werde, privat und auch beim Arzt. Als ich 60 Jahre alt war, wurde in der Stadtverwaltung vom Betriebsarzt u.a. auch die Muskelmasse kontrolliert. Er schaute mich erschrocken an (Was ist, bin ich krank?) Nein, sie haben eine Muskelmasse von 49 % und sehen gar nicht so aus. So ist es, nach dem Äußeren sollte man nicht nur gucken :-) Ich wünsche dir eine schöne Woche. Liebe Grüße Ilona Gesendet: Dienstag, 17. März 2026 um 13:26
09:55 Uhr
2026.03.24
Liebe Ilona, vielen Dank für deine Zeilen – ich habe mich wieder sehr darüber gefreut. Schon sehr gut, wie du deine Tage beschreibst – da ist Bewegung, Begegnung und auch ein bisschen Humor dabei. Die Geschichte mit den Birkenzweigen ist herrlich. Zwei Menschen, die unabhängig voneinander das Gleiche tun – und sich dann zufällig begegnen. Und beide sammeln im „falschen“ Gebiet 🙂 Solche Momente sind es doch, die den Alltag besonders machen. Deine Radtouren klingen nach einem richtig guten Plan. 60–70 km, fünfmal die Woche – das ist eine Ansage. Und vor allem: Du gehst es Schritt für Schritt an. Genau so entsteht echte Ausdauer, nicht durch einmalige Kraftakte. Wenn ich früh zu meinem Bruder laufe und abends zurück, habe ich übrigens auch meine Bewegung: zweimal 6,2 km „erlaufen“. Für ein Fahrrad ist mir diese Strecke zu kurz, und dann immer die Hauptstraße entlang mit Ampeln – das macht keinen Spaß. Morgen gehe ich zusätzlich noch zum Blutplasma-Spenden, da kommen dann noch einmal zwei Strecken mit je 5,1 km dazu 🙂 Bewegung findet also auch ohne Fahrrad statt. Was du über das „Unterschätzt werden“ schreibst, kann ich gut nachvollziehen. Viele schauen nur auf das Äußere und ziehen vorschnelle Schlüsse. Dein Beispiel mit der Muskelmasse spricht ja für sich. Da steckt offensichtlich mehr dahinter, als man auf den ersten Blick sieht. Vielleicht ist das auch etwas, das sich durch dein Leben zieht – erst unterschätzt werden und dann zeigen, was wirklich in dir steckt. Zu meinem Bruder: Ja, er ist schwerhörig und sein Lebensweg war nicht einfach. Nach der Wende hat er lange von Hartz 4 gelebt. Einerseits waren wir froh, dass er irgendwie zurechtkam, andererseits hat er sich auch ein Stück weit verrannt. Seine Wohnung war irgendwann kaum noch bewohnbar, vieles wurde gesammelt und nicht mehr losgelassen. Mit der Zeit hat er sich immer mehr zurückgezogen. Die Möglichkeiten, die es heute gibt – auch durch Technik – hätten ihm eigentlich helfen können, wieder mehr Kontakt zur Außenwelt zu bekommen. Stattdessen wurde es eher weniger. Vor einigen Jahren hatte er sogar einen stillen Infarkt, ohne sich ärztliche Hilfe zu holen. Später kamen dann weitere gesundheitliche Probleme dazu, unter anderem die Augen. Termine wurden nicht wahrgenommen oder nicht verstanden, weil er allein hingegangen ist. Das Ergebnis war, dass er am Ende fast nichts mehr sehen konnte. Erst in diesem Zustand hat er Hilfe angenommen. Wir haben dann vieles neu organisiert: eine andere Wohnung im betreuten Wohnen, Aufzug, ebenerdige Dusche. Ich habe die Vollmacht für die medizinischen Dinge übernommen, damit so etwas nicht noch einmal passiert. Inzwischen sind beide Augen operiert, auch wenn noch nicht alles so ist, wie es sein sollte. Da warten wir noch auf weitere Termine. Im Moment begleite ich ihn im Alltag, so gut es geht. Gleichzeitig weiß ich, dass ich langfristig auch meinen eigenen Weg habe. Spätestens mit dem Renteneintritt wird sich das wieder verändern müssen. Deinen Gedanken zu Lebenszielen fand ich übrigens schön. Haus, Baum, Kind – ja, das habe ich alles erlebt. Aber du hast recht: Die eigentlichen Ziele hören ja nicht auf. Vielleicht werden sie sogar persönlicher, ruhiger – mehr für sich selbst. Ich wünsche dir viel Sonne für deine Touren in den nächsten Tagen. Und wer weiß – vielleicht begegnet dir ja wieder jemand mit den gleichen „Fundstücken“ im Fahrradkorb 🙂 Herzliche Grüße Jürgen
17:57 Uhr
2026.03.29
Lieber Jürgen, vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst und mir schreibst. Wenn ich über deine Tageskilometer nachdenke, die du läufst in deiner "Freizeit", dann kommen so 30-40 km zusammen. Das ist sehr beachtlich. Zur Blutplasma-Spende war ich nie, da es in meiner kleinen Stadt das nicht gibt aber zur Blutspende war ich jahrelang. Danach gab es dann ein Abendessen mit belegten Brötchen, Saft, Kaffee und eine Kleinigkeit wie z. B. Schokolade. Was du geschrieben hast fand ich auch immer gut, dass es die Voruntersuchungen gab und somit war man unter Kontrolle. Was du von deinem Bruder geschrieben hast stimmt mich traurig. Nicht jeder kann sich aus dem Tief selber rausholen. Die Hilfe bekommt er von dir. Meine Freundin hat es schon wieder getan und mich von hinten heimlich beim Waldwandern fotografiert und bei sich im WhatsApp Status gestellt. Nun habe ich mich mal schlau gemacht wie es sich verhält und es ist tatsächlich so, dass man es nicht machen darf, auch nicht von hinten, obwohl es öffentlichen Raum ist. Nun kann ich sie kaum deswegen anzeigen, aber ich habe da eine Idee. Als Chronikschreiber habe ich nicht nur das Recht sondern auch die Pflicht, um mich abzusichern, eine Datenschutzerklärung von jedem unterschreiben zu lassen. Da geht es mir um das "Recht aufs eigene Bild" und habe schon was vorbereitet zum unterschreiben. Zustimmung fand ich auch von der Gruppenleiterin. Dankeschön, für die Wünsche für meine Radtouren. Im Moment bastel ich grad einen Apfelpflücker. Der Stiel ist aus 3 zusammsteckbaren Rohren. Jetzt muss ich da nur noch Löcher rein bekommen (was noch nicht geklappt hat, vielleicht habe ich den falschen Bohrer) um den Stiel mit Schrauben und Flügelmuttern fest zu machen. Danach den Apfelkorb oben anbringen und schon passt alles in den hinteren Fahrradkorb und bei Bedarf kann ich Äpfel und Birnen ernten die ich bei den Radtouren entdecke. Eine schöne Woche wünsche ich dir. Liebe Grüße Ilona P.S.: Hast du überhaupt ein Fahrrad :-)))     Gesendet: Dienstag, 24. März 2026 um 17:57
12:08 Uhr
2026.04.02
Liebe Ilona, vielen Dank für deine Zeilen – ich lese sie wirklich gern. Meine „Tageskilometer“ wirken vielleicht auf den ersten Blick viel, aber sie ergeben sich eher nebenbei. Wenn man Wege kombiniert – hin, zurück, noch ein Termin dazwischen – summiert sich das. Ich sehe das gar nicht als Leistung, eher als natürliche Bewegung im Alltag. Deine Erfahrungen mit der Blutspende kann ich gut nachvollziehen. Dieses kleine „Danach“, mit etwas zu essen und dem Gefühl, etwas Sinnvolles getan zu haben, gehört einfach dazu. Aber, das wichtigste für mich, sind die regelmäßigen Untersuchungen. Sie geben ein Stück Sicherheit. Was du zu meinem Bruder schreibst, trifft es ganz gut. Nicht jeder schafft es allein aus solchen Situationen heraus. Manchmal braucht es jemanden, der einfach da ist. Mehr ist es oft gar nicht. Deine Geschichte mit dem Foto im WhatsApp-Status ist interessant. Ich verstehe gut, dass dich das stört. Auch wenn es vielleicht nicht böse gemeint war – es geht ja um dein eigenes Bild und dein Gefühl dabei. Deine Idee mit der Datenschutzerklärung ist typisch für dich: ruhig, durchdacht und ohne Drama, aber mit klarer Linie. Das passt. Der Apfelpflücker gefällt mir besonders. Selber bauen, anpassen, ausprobieren – das hat etwas sehr Praktisches. Mit den Rohren und der Befestigung bist du ja schon auf einem guten Weg. Vielleicht liegt es tatsächlich am Bohrer – Metall braucht einen anderen als Holz. Und die Idee, ihn so zu bauen, dass er in den Fahrradkorb passt, zeigt wieder deinen Blick fürs Praktische. Und jetzt zu deiner Frage: Nein, ich habe zur Zeit kein Fahrrad 🙂 Aber ich weiß, wo ich "im Nofall" eins bekommen könnte. Viele meiner Wege sind entweder zu kurz oder führen über Strecken, die mit dem Fahrrad keinen Spaß machen – viel Verkehr, viele Ampeln. Da laufe ich lieber. Aber wer weiß – vielleicht kommt das Fahrrad ja wieder mehr zum Einsatz, wenn sich die Wege ändern. Ich wünsche dir viel Erfolg mit deinem Apfelpflücker – und dass du bald die ersten Äpfel und Birnen „einfährst“. Ich habe jetzt eine Brieffreundin, die möchte doch Briefe erhalten und senden. Ich habe mir extra dafür weißes Papier und einen Füllhalter zugelegt. So ein Brief dauert dann schon zwei bis drei Stunden. Und da habe ich mir gedacht, wenn schon, den schon - entweder richtig oder gar nicht: Meine Oma hat Sütterlin geschrieben. Das hat miir immer gefalllen. Also habe ich mir ein Programm geschrieben, wo ich den text eingebe und den Text als Sütterlin-Vorlage bekomme. Jetzt brauche ich nur noch "abmalen". Mal sehen, wie schnel ich es auswendig lerne und ob der Brief verstanden wird ;-) Vielleicht willst du es mal ausprobieren: https://suetterlin.ok.tips/ Ein Bekannter hat mich angesprochen, ob ich den technischen Part bei der Durchführung eines Online-Kongreß übernehme: https://heizung-planungstage.energie-helden.net/ Er soll am 19.04. starten. Interessante Aufgaben finde ich zu Hauf. Mal sehen, was draus wird. Eine schönes Osterfest und weiterhin so gute Ideen 🙂 Herzliche Grüße Jürgen
21:12 Uhr
2026.04.05
Lieber Jürgen, wünsche dir auch schöne Ostertage. Vielen Dank für den Hinweis auf die Sütterlin Schrift. Diese und auch die Offenbacher Schrift wird in den Kirchenbüchern benutzt. Im Herbst werde ich wieder in den Kirchenbüchern stöbern und wenn ich was nicht entziffern kann, werde ich mit beiden Schriften vergleichen können. Schön, dass du auch eine Brieffreundschaft hast, die auf handschriftliche Biefe besteht. Es sind meist Frauen die das mögen. Ich musste schmunzeln als du geschrieben hast wie du dich darauf vorbereitest und wie lange so ein Brief dauert zu schreiben. Genau das hatte ich auch mal so gemacht. Zuerst wird der Brief vorgeschrieben und dann versucht man es in Schönschrift. Meine Erfahrung ist, dass Männer eine bessere Handschrift haben. Wünsche dir noch erholsame Tage. Liebe Grüße Ilona       Gesendet: Donnerstag, 2. April 2026 um 21:12
08:24 Uhr
2026.04.08
Hallo Ilona, heute mal als PDF. Ich hoffe, du kannst es lesen :-) Was sagtst du zu meinem Programm: https://suetterlin.ok.tips Liebe Grüße Jürgen
17:54 Uhr
2026.04.13
Lieber Jürgen, da hattest du schöne Ostertage und die Kalorien hast du gleich wieder abgelaufen. Seit ihr mit der Renovierung fertig geworden? Dein Brief war eine Überraschung und rätselhaft. Bei den leichten Wörtern kann man den ganzen Satz raus finden. Man muss aber vorsichtig sein, denn leicht denkt man es ist dieses Wort und dann ist alles anders. Den größten Teil deines Briefes musste ich Buchstabe für Buchstabe mit dem Alphabet raus finden. Dazu hab ich am Sonntag Vormittag 2 Stunden gebraucht. Es hat aber auch Spaß gemacht. In deinem neuen Programm, super Idee von dir so ein Programm zu erstellen, habe ich reingeschaut. Ob es hilfreich ist die Texte in den Kirchenbücher zu entziffern ist fraglich. Die Texte sind in altdeutsche Schrift geschrieben. Die Buchstaben müssen entziffert werden und da kann nur ein KI Programm helfen, dass den Text vom Foto her erkennt. Die Texte sind handschriftlich und manchmal unleserlich. Oft hat der Schriftführer nach einem Jahr gewechselt und hat dann natürlich eine andere Handschrift. Am schlimmsten fand ich wenn sich jemand beim Schreiben sehr viel Mühe gegeben hat. Z. B. die kleinen Buchstaben a, e, m, n, r, w in Sütterlin Schrift nacheinander werden dann zu einer Linie oder Welle. Am Ostersonntag war mein Sohn da. Dann werden wir wieder Kinder. Er bringt große Ü-Eier mit und ich schenke ihm auch welche. Die Figuren werden zusammengebaut und gegenseitig bestaunt und darüber lustig gemacht. Er bekommt dann Mamas Mittagessen und die Fernbedienung. Es fällt mir schwer (ich kann nicht weg rennen) stundenlang Bud Spencer Filme zu gucken. Am Ostermontag muss ich mich dann ausruhen und die Osterdeko kommt wieder in den Schrank. Am Dienstag bin ich 43 km und am Mittwoch 65 km mit dem Fahrrad gefahren. Das tat gut und am nächsten Tag kann man seine Knochen nicht zählen weil man nichts merkt. Wenn ich eine Stunde auf der Couch sitze und aufstehe merke ich alle Knochen. Ich wünsche dir eine schöne Woche und freue mich auf dein nächstes Rätsel… oh!! nein, lieber ein Brief. Liebe Grüße Ilona
18:26 Uhr
2026.04.14
Liebe Ilona, vielen Dank für deine Zeilen – ich musste an mehreren Stellen schmunzeln. Die Renovierung stockt im Moment ein wenig. Meine Schwester nutzt die Gelegenheit erst einmal, um gründlich auszusortieren. Ist ja auch sinnvoll – am Ende soll ja nicht nur neu eingerichtet werden, sondern auch wirklich mehr Platz entstehen. Das dauert dann eben etwas länger, aber dafür lohnt es sich. Dein „Erlebnisbericht“ mit meinem Rätselbrief hat mir gefallen. Zwei Stunden am Sonntagvormittag – das nenne ich Einsatz 🙂 Und genau das, was du beschreibst, ist der Punkt: Man meint, ein Wort erkannt zu haben, und plötzlich passt der ganze Satz nicht mehr. Das ist wie ein kleines Denkspiel. Zu den Kirchenbüchern: Ich glaube auch, dass man das gut kombinieren kann. Ich würde die Texte fotografieren und dann einer KI übergeben. Damit sollte ein großer Teil – sagen wir mal zwei Drittel – automatisch erfasst werden. Und den Rest macht man dann selbst: genau hinschauen, vergleichen, ein bisschen „Gehirnschmalz“ einsetzen. Gerade bei diesen alten Handschriften, wo Buchstaben ineinander übergehen, wird man um Handarbeit nicht herumkommen. Dein Ostersonntag klingt richtig schön. Diese Ü-Eier-Tradition hat etwas – und dass ihr dabei wieder ein Stück weit „Kinder“ werdet, macht es besonders. Und Bud Spencer… ja, den mag ich auch. Irgendwie ehrlicher als vieles heute. Da gab es zwar ordentlich „eins auf die Mütze“, aber keine Toten und kein großes Drama. Bei mir war das Wochenende auch gut gefüllt: Am Freitag war mein Sohn mit Familie zu Besuch. Mit den Enkeln habe ich Karten gespielt – das macht immer wieder Spaß. Und zusammen mit meiner Ex-Frau war ich beim Plasmaspenden, während sie Blut gespendet hat – auch eine interessante Kombination. 108 km an zwei Tagen – da dürfen sich die Knochen ruhig mal melden 🙂 Wobei es ja oft so ist, wie du schreibst: Während der Bewegung merkt man nichts, und erst danach kommt der Körper zu Wort. Heute ist es hier eher grau und regnerisch. Wenn das so bleibt, werde ich wohl mit der Bahn zur Plasma-Spende fahren – auch wenn ich lieber laufen würde. Mal sehen, vielleicht hält das Wetter ja doch noch durch. Die letzten drei Tage waren für mich jedenfalls recht erfolgreich. Als nächsten Schritt möchte ich anfangen, ein wenig „Werbung“ für meine Sachen zu machen. Wenn ich es schaffe, damit irgendwann um die 1000 € im Monat zu verdienen, könnte ich auf Bürgergeld verzichten und wieder als Freelancer arbeiten. Das wäre genau mein Ziel: ortsunabhängig arbeiten und mit eigener Leistung mein Geld verdienen. Ich wünsche dir eine schöne Woche – mit vielleicht etwas Sonne zwischen deinen Touren. Herzliche Grüße Jürgen
10:48 Uhr
2026.04.21
Lieber Jürgen, und wieder ist eine Woche vorbei. Am Mittwoch war eine Fahrradtour und Donnerstag Waldwandern und Spaziergang mit Freundin. Die Radtour am Freitag bleibt in Erinnerung. Auf der Fähre (es dauert nur 5 min. bis zum anderen Ufer) hat mich ein Mann angesprochen. Seine Fragen waren plump, wie alt ich bin, wo ich wohne (er wollte die Straße wissen, sage ich aber nicht), ob ich alleine lebe und wann er mich besuchen kommen kann. Er ist 77 Jahre alt und "angeblich" hat er ein Haus in Spanien und sucht eine Frau die mitkommt. Meine Antwort war, dass ich nicht die Richtige dafür bin, weil ich nicht fliege und nicht lange verreisen will. Er gab nicht auf und wartete am anderen Ufer mit seinem Auto am Straßenrand. Ich fuhr vorbei und er fuhr langsam ran und sagte, wenn wir uns wiedersehen dann möchte er mich besuchen. Der "Arme", er kann ja nicht wissen dass ein Haus in Spanien bei mir nicht gut ankommt. Am Samstag haben wir die ca. 600 qm Ackerfläche geschafft eben zu machen. Ihre beiden Söhne waren dabei, das war eine große Hilfe und am Sonntag hatte es geregnet - Zeit zum puzzeln, Wohnung sauber machen, kochen und Fernsehen gucken. Vorbereitungen für die Renovierung dauert auch seine Zeit. Die meisten Leute können nur ungern aussortieren und weg werfen. Seid ihr vorangekommen mit der Renovierung? Kennst du eine k ostenlose KI App die ein Foto mit altdeutscher Schrift übersetzt? Ich kann mir gut vorstellen, dass es schwierig ist genügend Arbeit in deinem Bereich zu finden für einen ganzen Monat. Dafür finde ich Bürgergeld sinnvoll. Gibt es da vielleicht Agenturen die solche Arbeitsaufträge managen? Im Moment kann man wieder morgens die ISS am Himmel beobachten. Am Mittwoch z. B. in Dresden um genau 05:29:22 Uhr für 6 min, Süd-Ost. Eben grad hat sich meine Radfahrfreundig gemeldet. Morgen machen wir eine Tour durch Wald und Flur. Ich freue mich drauf und freue mich auch auf einen Brief von dir. In diesem Sinne liebe Grüße Ilona Gesendet: Dienstag, 14. April 2026 um 10:48
18:01 Uhr
2026.04.23
Liebe Ilona, vielen Dank für deine Zeilen – da war wieder einiges los bei dir. Die Geschichte mit dem Mann auf der Fähre… na ja, sagen wir mal so: 77, Haus in Spanien – das klingt schon fast nach einer „Masche“. Gut, dass du klar geblieben bist. Deine Antwort war genau richtig, und dass du ihm deine Adresse nicht gibst, sowieso. Manchmal hilft nur ein klares Nein, auch wenn es jemand nicht gleich akzeptieren will. 600 qm Fläche eben zu machen – das ist eine ordentliche Leistung. Mit Unterstützung geht es natürlich besser, aber trotzdem: Das steckt in den Knochen. Da passt der verregnete Sonntag mit Puzzle und Ausruhen genau dazu. Bei meiner Schwester ist es im Moment ähnlich wie bei deiner Freundin: Nachdem wir den Schrank zerlegt haben, ist sie jetzt mitten im Sortieren. Mein Schwager hat wohl schon einiges in eine Lagerbox gebracht, aber der eigentliche Prozess braucht Zeit. Sie wird sich melden, wenn wieder „Manpower“ gebraucht wird. Zu den Agenturen: Die mag es geben, aber erstens muss man sie finden und zweitens ist immer die Frage, ob am Ende auch vernünftig bezahlt wird. Ich nutze die Zeit im Moment lieber, um selbst etwas aufzubauen. Was deine Frage zur KI und alter Schrift angeht: Ich denke, die meisten aktuellen Systeme – egal ob ChatGPT, Grok, Claude oder Gemini – sollten auch in der kostenlosen Version schon ganz gut mit deutscher Schrift klarkommen, wenn das Foto halbwegs brauchbar ist. Perfekt wird es bei solchen Handschriften wahrscheinlich nie sein, aber als Unterstützung kann es helfen. Mein letztes Wochenende hatte auch wieder seine eigene Dynamik: Deutsche Bahn… auf dem Hinweg war die Oberleitung gerissen, auf dem Rückweg war die einzige Toilette im Zug kaputt. Irgendwas ist immer 🙂 Als ich ankam, saßen mein Sohn Michael mit Familie, mein großer Sohn Bernd mit Freundin und meine Exfrau Bärbel unter dem Carport und haben gegrillt – ich kam also genau richtig. Ein Tag war wunderschön: Wir haben eine Folienabdeckung fürs Hochbeet gemacht und ein Regal aus Brettern gebaut, um Holz zu stapeln.  Am nächsten Tag dann das komplette Gegenteil – Dauerregen. Und ich gebe zu: Mit Milchreis, Zucker, Zimt und Apfelmus kann man mich kaufen 😉 Allein dafür hat sich die Reise schon gelohnt. Unter der Woche ging es gleich weiter: Dienstag war ich wieder zur Plasma-Spende. Mittwoch im Krankenhaus – dort wusste allerdings niemand etwas von einem Termin für das rechte Auge meines Bruders. Also bin ich heute noch einmal zum Augenarzt, um nachzuhaken. Die Überweisung liegt seit dem 18.02. vor. Morgen gehe ich wieder ins Krankenhaus, diesmal mit den Unterlagen in der Hand – und anschließend wahrscheinlich wieder zur Plasmaspende. Die Temperaturen sind inzwischen deutlich angenehmer geworden – so kann es gern weitergehen. Ich wünsche dir für deine Tour morgen eine gute Fahrt und vor allem schönes Wetter. Genieße es. Herzliche Grüße Jürgen
21:05 Uhr
2026.04.28
Lieber Jürgen,   du verstehst dich gut mit deiner Exfrau und deinen Kindern und eine Zusammenarbeit ist bei euch auch möglich. Das finde ich sehr gut. Soetwas kommt eher selten vor.   Seit 5 Jahren habe ich kein Auto mehr und fahre mit Bus und Bahn. Das was du über die Bahn schreibst kann ich nur bestätigen.   Als ich bei Bauer Dirk 2 Jahre lang gewohnt habe, kannte er auch Milchreis wie du es beschreibst. Meine Beilage zum Milchreis ist nicht Apfelmus. Milchreis mit Zimt/Zucker und gebratene dickere Scheiben Salami. Das fand Dirk lecker und wollte es so samstags essen immer im Wechsel mit Kartoffelpuffer mit Zucker. Für mich gibt es nur bei Eierkuchen Apfelmus dazu.   Hat es jetzt beim Augenarzt mit deinem Bruder geklappt?   Bei mir stehen schon 2 Tomaten- und 2 Gurkenpflanzen in der Stube auf der Heizung. Sie werden in große Töpfe auf dem Balkon gepflanzt.   Meine Tage bestehen im Moment aus puzzeln und Fahrradtouren. Am Freitag mache ich eine lange Tour. Es werden bestimmt 90 km. Das lenkt mich ab um nicht nachzudenken, dass an Feiertagen alle mit der Familie zusammen sind.   Dankschön, für deine Fotos. Ein kleiner Einblick in deinem Leben. Mit dem Foto vom blühenden Baum kann ich mithalten. Habe auch so eine schöne Aussicht :-)) und dann schicke ich dir noch ein Foto von der weitsichtigen Landschaft hier.   Ich wünsche dir einen schönen 1. Mai und viel Sonnenschein.   Liebe Grüße Ilona
19:02 Uhr
2026.05.01
Liebe Ilona, sicher wartest du schon auf eine Antwort. Ich freue mich immer über Post – und ich werde auch jede beantworten, auch wenn es manchmal ein wenig dauert. Deine Zeilen habe ich wieder gern gelesen. Dass du das mit meiner Ex-Frau und den Kindern ansprichst, freut mich. Es ist nicht selbstverständlich, aber ich finde, es macht vieles leichter, wenn man respektvoll miteinander umgeht. Deine Kombination mit Milchreis und Salami hat mich überrascht 🙂 – aber genau solche kleinen Eigenheiten machen es ja interessant. Ich bleibe wohl bei Milchreis mit Zimt, Zucker und Apfelmus, aber neugierig gemacht hast du mich schon. Was du über deine 90-km-Tour schreibst, kann ich gut verstehen. Bewegung hilft, den Kopf frei zu bekommen. Und ja – Feiertage können auch ihre ruhigen Seiten haben. Vielleicht ist es genau dann gut, sich bewusst etwas Eigenes zu schaffen, so wie du es mit deinen Touren machst. Deine Pflanzen auf dem Balkon klingen nach einem guten Plan. Tomaten und Gurken – das hat etwas Bodenständiges. Und die Fotos haben mir gefallen, gerade der Blick in die Landschaft. Bei mir ist im Moment einiges los. Ich arbeite intensiv an drei Projekten, und mein Fokus liegt gerade sehr darauf. Der Hintergrund ist ganz einfach: Im Moment bekomme ich 563 € Bürgergeld im Monat – das reicht nicht, um ohne Probleme in der Dominikanischen Republik mit meiner Frau zu leben. Ab Januar 2027 werde ich etwa 750 € Rente bekommen. Das würde fast reichen, aber da kommen ja noch Dinge wie Flüge dazu. Früher bin ich für etwa 1200 € hin und zurück geflogen – ich bezweifle, dass das heute noch realistisch ist. Im September muss ich meine Rente beantragen, und da gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder ich schaffe es, mir zusätzlich mindestens 500 € im Monat zu erarbeiten – dann kann ich die Rente als Auslandsrente beantragen und bei meiner Frau leben. Oder ich schaffe es nicht – dann muss ich die Rente hier in Dresden beantragen, was bedeuten würde, dass ich meine Frau längere Zeit nicht sehen kann. Das gefällt mir natürlich überhaupt nicht. Deshalb arbeite ich im Moment so konzentriert an meinen Projekten. Das ist für mich gerade mehr als nur Beschäftigung – es ist eine Weichenstellung. Nebenbei läuft das „normale Leben“ weiter: Mit meinem Bruder ist es noch etwas zäh. Im Krankenhaus wusste man nichts von einem Termin. Die Augenärztin hatte zwar schon im Februar eine Überweisung geschickt, hat sie mir jetzt aber noch einmal ausgedruckt. Ich soll im Sekretariat anrufen – vier Versuche bisher ohne Erfolg. Nächste Woche probiere ich es wieder. Gestern war ich zum zehnten Mal beim Plasma-Spenden. Danach bin ich wieder zu Bärbel gefahren – diesmal lief die Bahn ganz ohne Probleme. Bis Sonntag werde ich mich dort ein wenig im Garten „austoben“. Ich habe heute Morgen auch ein Foto gemacht: 5:40  Uhr Und natürlich schreibe ich auch meine Briefe weiter – das gehört inzwischen einfach dazu. Ach ja: Gestern gab es Linseneintopf – damit kann man mich übrigens auch gut begeistern 🙂 Ich wünsche dir einen schönen 1. Mai, viel Sonne für deine Tour – und vor allem, dass du dich dabei gut fühlst. Herzliche Grüße Jürgen
06:28 Uhr
2026.05.03
Lieber Jürgen,   natürlich warte ich auf eine Antwort 😊 und du antwortest immer in den nächsten Tagen. Ich freue mich sehr darüber. Da bekomme ich fast ein schlechtes Gewissen, weil ich immer länger brauche um zu antworten.   Danke, dass du mir einen tieferen Einblick in deine finanziellen Situation gegeben hast. Mit Bürgergeld auskommen ist nicht leicht. Ich dachte, dass deine Frau bei dir lebt, aber es ist ja komplizierter als ich angenommen habe. Den Rentenantrag beantragen habe ich schon seit 3 Jahren hinter mir. Meine Rente ist auch nicht viel, aber durch die Witwenrente komme ich gut aus.   Das Leben bei deiner Frau ist bestimmt nicht so teuer wie in Deutschland. Könntest du mit deiner Rente bei deiner Frau gut auskommen?   Jetzt ist für ein paar Tage schlechtes Wetter angesagt und da kann ich mich vom Fahrradfahren ausruhen. Am Mittwoch wollten wir 4 Mädels nach Leipzig fahren, aber es wird wegen dem Wetter nichts werden. Wir suchen uns einen neuen Tag aus, es wird auf jeden Fall gemacht.   Auf deinem Foto sind viele Pflanzen zu sehen, die auch darauf warten gepflanzt zu werden. Zwei Wochen ungefähr dauert es noch bis sie raus können.   Linsensuppe 😃 ist auch was Gutes. Leider koche ich das nicht oft. Ab und zu koche ich den ganzen Nachmittag auf Vorrat z. B. Kartoffelsuppe, Weiße Bohnen, Möhrensuppe, Kotelett, Rippchen und Rolladen. Das wird portionsweise eingefroren.   Vor ein paar Tagen hatte eine Freundin gefragt warum ich nicht Bescheid sage wenn ich Radtouren mache. Ich habe mich entschuldigt und gesagt, dass ich es vergessen habe. Am Samstag schrieb ich, Sonntag mache ich eine Tour. Sie hatte keine Zeit und am Sonntag habe ich geschrieben, dass ich eine Tour am Montag mache. Sie hatte keine Zeit. Das finde ich nicht schlimm. Sie schrieb dann, dass es so rum nicht klappt und sie mir Bescheid gibt und mich fragt. Schwupps, war ich aus der Sache raus.    Ich wünsche dir eine gute Nacht.   Liebe Grüße Ilona   P.S. Auf den Bildern möchte ich dir zeigen was ich so alles alleine mache. Habe tapeziert und die Schränke aufgebaut und das andere Foto zeigt, dass ich Bretter besorgt habe und für den Garten daraus einen Zaun gezaubert habe.      Gesendet: Freitag, 1. Mai 2026 um 06:28
20:54 Uhr
2026.05.10
Liebe Ilona, danke für deine Zeilen. Und nein – du musst kein schlechtes Gewissen haben, wenn du etwas länger zum Antworten brauchst. Ich freue mich über jede Nachricht von dir, egal wann sie kommt. Ja, das Leben mit meiner Frau ist tatsächlich etwas komplizierter, als es vielleicht zuerst wirkt. Aber ich denke, die Rente wird in der Dominikanischen Republik grundsätzlich ausreichen. Was schwieriger wird, sind eher die regelmäßigen Flüge hin und zurück. Darüber mache ich mir aber nicht zu viele Sorgen. Sobald ich in Rente bin, kann ich ja problemlos wieder etwas dazuverdienen. Auf den alten Spruch „Die Rente ist sicher“ habe ich mich ohnehin nie wirklich verlassen 🙂 Und eine kleine Notreserve gibt es natürlich auch. Heute und morgen werde ich wahrscheinlich wieder von früh um sechs bis abends gegen zehn vor dem Rechner sitzen – nur unterbrochen durch den Hin- und Rückweg zu meinem Bruder und morgen noch durch einen Einkauf bei Aldi und Lidl. Ich muss also bewusst für Bewegung sorgen, damit mein Hintern nicht breit, mein Bauch nicht rund und mein Gehirn nicht komplett zum Computer wird 😉 Am Dienstag habe ich erst einen Zoom-Termin mit dem Jobcenter. Dort wollen sie meinen aktuellen Status überprüfen. Danach geht es weiter zum Hörzentrum. Und damit ich diese Woche auch etwas „Handfestes“ tue, werde ich mich wieder bei Bärbel anmelden und ihre alten Dachfenster in ein kleines Gewächshaus verwandeln. Solche praktischen Sachen tun mir gut als Ausgleich. Gestern war ich übrigens bei dem jährlichen Freundschaftstreffen der OCG (Organische Christus-Generation) – erreichbar über  OCG.life Ich war bei einer Familie eingeladen mit zwei Jungen und zwei Mädchen. Was mich dort beeindruckt hat: Sie leben etwas, das meiner Meinung nach in Zukunft wieder sehr wichtig wird – Familien-Netzwerke. Bei ihnen kommt das stark aus dem christlichen Hintergrund. Ich selbst denke dabei eher an unsere kommende KI-Zeit. Je technischer und anonymer vieles wird, desto wichtiger werden stabile menschliche Beziehungen und gegenseitige Unterstützung. Erst Hitze, jetzt kalt und nass – das Wetter weiß im Moment wohl selbst nicht, was es will. Ich denke aber: Eigentlich ist es trotzdem gutes Fahrrad-Wetter. Ein bisschen Regen gehört eben dazu. Deine Vorratsküche klingt übrigens sehr vernünftig. Gerade solche Dinge wie Kartoffelsuppe, Bohnen oder Rouladen schmecken oft am zweiten Tag sogar noch besser. Und dein Zaun-Projekt sowie das Tapezieren zeigen wieder etwas, das ich an dir mag: Du wartest nicht darauf, dass jemand etwas für dich macht, sondern packst selbst an. Ich wünsche dir ein paar ruhige Tage mit vielleicht doch noch etwas Sonne zwischen den Wolken. Herzliche Grüße Jürgen Sehr schöne Arbeit, im Haus und Garten 🙂👍
17:33 Uhr
2026.05.15
Lieber Jürgen,   vielen Dank für deine Nachricht, deine Ausdauer mir zu schreiben und für deine passenden, aufbauenden Worte. Ich freue mich auch immer über eine Nachricht von dir.   Du hast mich wieder zum Lachen gebracht mit deinem Satz "...damit mein Hintern nicht breit, mein Bauch nicht rund und mein Gehirn nicht komplett zum Computer wird", das habe ich so noch nicht gehört. Früher wurde gesagt, wenn man zu viel Fernsehen guckt, bekommt man viereckige Augen. Das ist nie eingetroffen aber deine Bemerkung "Gehirn nicht komplett zum Computer wird" finde ich, da ist was wahres dran. Nun nicht wörtlich genommen aber in Hinsicht mit einer Sucht schon.   Wenn du von den Arbeiten im Garten schreibst, merke ich, dass mir solche handwerklichen Sachen fehlen. Vielleicht klappt es ja mit dem Umzug in die andere Wohnung, eine Etage tiefer bei mir im Aufgang, dann habe ich eine Menge zu tun. Den Umzug, wie soll es anders sein, werde ich mit meinem Fahrradanhänger selber machen. da passt so einiges rein, ich brauche es nicht tragen und bruchsicher braucht man es eh nicht verpacken. Mal schauen und beobachten ob es klappt.   Über eine Organische Christus-Generation habe ich noch gar nichts gehört. Wahrscheinlich weil ich hier ländlich wohne und einiges nicht so verbreitet ist. Ich finde schon zur DDR Zeit wurde uns das Zusammenleben mit der Familie genommen und bei der Übernahme der DDR von der BRD wurde es viel schlimmer. Es hat Vor- und Nachteile. Nach dieser Organisation habe ich mal google gefragt. Da wird unter anderem geschrieben, dass sie angeblich Corona-Mythen verbreiten. Google schreibt 2026 tatsächlich immer noch von einem Myhtos.   Das ich es selber anpacke hat natürlich einen Hintergrund. Als Kind hatte ich keine Aufmerksamkeit von meiner Familie bekommen und hatte keinen Ansprechpartner und so war ich auf mich gestellt. Als ich letzte Woche mit meiner Fahrradfreundin eine Radtour gemacht habe (72 km 😊) hatte sie sich dem Wetter entsprechend nicht richtig angezogen. Eine extra dünne Jacke hab ich immer im hinteren Fahrradkorb dabei und gab sie ihr und als sie ihr Fahradschloss zum wiederholtem mal nicht aufgeschlossen bekommen hat, habe ich es getan. Man musste es nur beim aufschließen etwas reindrücken. Da merke ich dann wie unbeholfen Frauen sind die sich auf ihren Mann verlassen. Das macht mich traurig, da ich mich immer nur auf mich verlassen musste.   Endlich sind die Eisheiligen zu Ende und nachts wird es wärmer. Da kann ich die Tomaten- und Gurkenpflanzen in ein paar Tagen rausstellen. Im Wohnzimmer riecht es nicht so gut wegen der Pflanzerde.   Gedanklich beschäftigen mich viele Themen und im Internet bekommen ich antworten. In dem Gartenverein hatte auch ein Alstrophysiker einen Garten und wir kamen ins Gespräch. Eine Frage beschäftigte mich immer wieder und da habe ich ihn gefragt wie das ist mit der Unendlichkeit vom Weltall. Eine für mich befriedigende Antwort hat er mir gegeben. "Stell dir einen Ball vor und eine Ameise läuft immer auf dem Ball rundrum. Sie weiß nicht, dass es ein Ball ist und das sie unendlich rum läuft. Außerdem weiß sie nicht, dass etwas Größeres (ein Mensch) da ist der den Ball hällt. Und wir Menschen können auch nicht wissen wie viel Größeres es gibt. Darum sollte man nicht nach dem Unendlichen nachdenken.   Ich hoffe, du hattest gestern einen schönen Herrentag.   Liebe Grüße Ilona
18:37 Uhr
2026.05.23
Liebe Ilona, diesmal musstest du ziemlich lange auf eine Antwort warten, aber die Woche war ungewöhnlich voll. Trotzdem freue ich mich immer über deine Nachrichten – und deine Gedanken regen mich oft selbst zum Nachdenken an. Deine Beschreibung mit dem Fahrradschloss und der Jacke zeigt etwas sehr Typisches: Du bist es gewohnt, selbst Lösungen zu finden. Das hat sicher mit deiner Vergangenheit zu tun, aber es ist heute eben auch eine Stärke. Viele Menschen verlernen solche Selbstständigkeit, wenn immer jemand da ist, der alles übernimmt. Die Sache mit dem Weltall fand ich interessant. Die Erklärung mit der Ameise auf dem Ball ist sicher eine der positiven und beruhigenden Sichtweisen. Ich selbst denke allerdings weniger über das Weltall nach, sondern eher über Fragen wie „ewiges Leben“, Geist, Materie oder Reinkarnation. Also eher darüber, ob Bewusstsein vielleicht mehr ist als nur das, was wir im Alltag wahrnehmen. Den Herrentag habe ich übrigens gut überstanden 🙂 Mittags war mein großer Sohn Bernd mit seiner Freundin da. Sie hatte ein richtig schönes Mittagessen mitgebracht. Nachmittags kam dann mein mittlerer Sohn Michael zum Kaffeetrinken vorbei. Er wollte später noch losziehen, kam aber bald wieder zurück, weil es zu kühl wurde und Regenschauer kamen. Und am Abend hatte ich noch ein längeres Telefongespräch mit meinem jüngsten Sohn Torsten. Also insgesamt ein sehr familiärer Tag. Dienstag ging es nach der Plasma-Spende wieder zu Bärbel. Eigentlich wollte ich dir während der Bahnfahrt schreiben. Zwei Stunden Zeit – dachte ich jedenfalls. Aber die Bahn hatte wieder ihre eigenen Ideen und einfach drei Wagen „eingespart“. Dadurch bekam ich nur einen Platz am Gang, während die Leute dicht gedrängt im Gang standen. Da habe ich den Laptop lieber gar nicht erst ausgepackt. So viel zu einem guten Plan. Bei Bärbel habe ich weiter an dem zukünftigen Gewächshaus gebaut. Sie hatte kostenlos fünf schwere Dachfenster bekommen und wollte sie sinnvoll nutzen. Außerdem lagen noch Holzbalken vom alten Carport herum. Die Herausforderung: Jeder Balken ist verzogen oder leicht verdreht. Man kann also nichts einfach vorbereiten. Jedes Teil muss einzeln angepasst werden. Und genau dabei vergeht die Zeit erstaunlich schnell. Am Donnerstag ging es zurück – und diesmal verlief die Bahnfahrt tatsächlich problemlos. Nächste Woche wollen wir Dach und Tür angehen. Gestern war ich dann noch bei meiner Schwester. Dort habe ich einen dreitürigen Schlafzimmerschrank abgebaut und anschließend einen Stoffschrank mit gefühlt hundert Kleinteilen aufgebaut. Das hat natürlich länger gedauert als gedacht. Und jetzt bin ich bis Montag fast durchgehend zum Mittagessen eingeladen – bei strahlendem Sonnenschein. Das lässt sich aushalten 🙂 Ich wünsche dir, dass deine Tomaten und Gurken bald auf den Balkon umziehen können und sich dort genauso wohlfühlen wie du auf deinen Fahrradtouren. Herzliche Grüße Jürgen
09:05 Uhr
2026.05.30
Lieber Jürgen,   dass du so tief mit Gedanken und Fragen über das ewige Leben,  Geist, Materie und Bewusstsein gehst, hätte ich nicht erwartet. Das es etwas "Höheres" gibt habe ich in dem Beispiel von der Ameise und dem Ball beschrieben. Ich nenne es nicht Gott. Wenn ich es gedanklich anspreche, dann ist es in meiner Vorstellungskraft  ein Universum was da lenkt. Es gab einige Erlebnisse die darauf schließen. Z. B. eine Bekannte traf ich und sie sagte ihren Sohn gibt es nicht mehr. Mir kamen die Tränen und fragte was passiert ist. Sie meinte, dass er jetzt bei der Oma lebt. Ich war gedanklich wütend, dass sie sich falsch ausgedückt hat und ich deswegen dachte er wäre tot. Nun bekam ich einen Blitzgedanken, dass der Sohn jung stirbt und ein paar Jahre später ist er bei einem Autounfall mit 18 Jahren gestorben. Ich kann auch das Universum um etwas bitten. In meiner Zeit, so vor 20 Jahren, war ich auf der Suche nach einem Partner. Ich merkte, wenn ich daran zu tiefst denke, ein Busfahrer wäre gut, war es beim nächsten Kaffeetrinkentreffen mit einem Mann ein Busfahrer. So geschehen war es öfters. Das Universum geht aber nicht so weit, dass es ein Mann ist der mir gefällt. Deine Fotos vom Gewächshaus und vom Stoffschrank haben mir gefallen. Das wird ein richtiges gutes und stabiles Gewächshaus und so ein Stoffschrank aufbauen ist nicht so einfach, da es nicht zu vergleichen ist wie das Aufbauen von normalen Schränken. Gestern habe ich eine Tagesbusreise zum Wörlitzer Park mitgemacht. Die Parkführung war sehr interessant und die Gondelfahrt auf dem Wasser war sehr schön. Zwei Tage zuvor war mein Sohn und ich mit dem Zug nach Potsdam. Wir hatten einen schönen Tag. Ich hoffe, dass es dir gut geht. Liebe Grüße Ilona Gesendet: Samstag, 23. Mai 2026 um 09:05
07:15 Uhr
2026.06.07
Liebe Ilona, erst einmal danke für deine Zeilen. Du musstest diesmal ungewöhnlich lange auf eine Antwort warten. Ich habe tatsächlich mehrmals angefangen zu schreiben, bin aber jedes Mal nicht bis zum Ende gekommen. Irgendetwas kam immer dazwischen. Deine Gedanken über das Universum und diese besonderen Momente im Leben finde ich interessant. Ob man es nun Gott nennt, Universum oder einfach etwas Größeres, das wir nicht verstehen – viele Menschen haben Erlebnisse, die sie nicht rein rational erklären können. Ich höre mir solche Geschichten gern an, auch wenn ich oft nach einer anderen Erklärung suche. Mich beschäftigen dabei eher Fragen wie: Was ist Bewusstsein eigentlich? Was passiert nach dem Tod? Gibt es so etwas wie einen Geist unabhängig vom Körper? Oder vielleicht sogar etwas wie Wiedergeburt? Das sind Themen, auf die vermutlich niemand eine endgültige Antwort hat. Trotzdem finde ich sie spannend. Über deine Bilder vom Wörlitzer Park und von Potsdam habe ich mich gefreut. Es ist schön, wenn man sich solche Tage gönnt. Oft bleiben gerade diese einfachen Ausflüge länger in Erinnerung als große Ereignisse. Bei mir ist im Moment der Wochenrhythmus ziemlich festgelegt. Jeden Dienstag und Freitag gehe ich zur Plasma-Spende. Nach der Dienstagsspende fahre ich meistens zu Bärbel und bleibe dort bis Donnerstag. In den letzten Wochen haben wir weiter an dem Gewächshaus gearbeitet. Aus alten Dachfenstern entsteht nach und nach etwas Neues. Es macht Spaß zu sehen, wie aus einzelnen Teilen langsam etwas Ganzes wird. Dadurch bleiben mir für meine eigenen Projekte im Wesentlichen Samstag, Sonntag und Montag. Das klingt zunächst wenig, aber es ist für mich in Ordnung. Wenn ich wollte, könnte ich das jederzeit ändern. In den nächsten Tagen werde ich außerdem meinen Flug in die Dominikanische Republik buchen. Ich freue mich darauf, meine Frau wiederzusehen. WhatsApp ist praktisch, aber irgendwann möchte man einen Menschen nicht nur auf dem Bildschirm sehen, sondern auch wieder in den Arm nehmen können. Heute treffe ich mich mit Marion. Wir haben von 1977 bis 1979 gemeinsam in Dresden bei Pentacon gelernt. Damals waren wir sechs Jungen und ein Mädchen in der Ausbildungsgruppe. Sie hat mich am Freitag angerufen, und nun sind fast fünfzig Jahre vergangen. Ich bin selbst gespannt, was wir uns nach so langer Zeit alles zu erzählen haben. Ich wünsche dir einen schönen Sonntag und viele angenehme Gedanken bei deinen nächsten Fahrradtouren. Herzliche Grüße Jürgen
06:50 Uhr
2026.06.14
Lieber Jürgen, vielen Dank für deine Mail. Auch du musstest leider etwas warten auf eine Antwort von mir. Es ist keine Absicht. Zuerst überlegt man, was könnte man schreiben und antworten, gibt es was Besonderes zu schreiben und dann braucht man den „besonderen“ Zeitpunkt und die Muse zu schreiben. 4 Tage war ich mit meiner Schwägerin verreist nach Würzburg. Danach musste ich mich von ihr erholen. Die Stadt bietet viele Sehenswürdigkeiten. Es war sehr interessant, beeindruckend und schön. Ich möchte gar nicht alles schreiben was ich „falsch“ gemacht habe, nur ein paar Beispiele. Vom Hotelzimmer aus hatten wir eine super Aussicht zur Festung Marienberg. Meine Schwägerin meinte, dass wir dort, zur Residenz, am nächsten Tag rauf wandern. Sie wiederholte sich ein paar mal, dass wir das morgen machen. Sie erwähnte auch, dass es nicht die Residenz ist, sondern der Marienberg. Am nächsten Tag gingen wir los und ich meinte, dass das nicht der Weg zum Berg ist. Daraufhin meinte sie, dass sie gesagt hat wir gehen doch heute zur Residenz. ??? Solche Situationen gab es einige in den 4 Tagen. Am Abend meinte sie, dass ich es gar nicht schaffe da hoch zu wandern, das schaffst du nicht, das machst du nicht, weil es zu steil ist. Daraufhin sagte ich zu ihr, dass wir morgen ab Mittag uns trennen und jeder sein Ding macht. Ich werde alleine zum Marienberg hoch wandern. An einem Vormittag waren wir die Stadt erkunden und sie wollte die schönen Gebäude fotografieren und ich ging zu Galeria Kaufhof um mich zu erkundigen ob es Geschirr oder Gläser gibt. Diese Abteilung lag im Kellergeschoss. Am nächsten Tag wollte sie auch dort hin um Wein zu kaufen. Sie müsse ins Kellergeschoss runter, da dort der Wein steht. Da ist auch das Geschirr sagte ich zu ihr. Doch sie sagte, dass stimmt nicht. Ich kann gar nicht im Kellergeschoss gewesen sein, da es so was im Kellergeschoss nicht gibt. Nachdem sie gesehen hatte, dass es doch so ist, meinte sie nur „Da steht ja doch Geschirr.“. Außerdem hat sie mich ein paar mal an der Straßenhaltestelle auf der Bank „geparkt“ um ein paar Fotos zu machen, das dann so 30 Minuten gedauert hat. So richtig hat es nicht mit uns geklappt. Gespräche gab es wenig. Sie hat die 4 Tage mehr am Handy, auch beim Frühstück, und Tablet verbracht. Ich war so enttäuscht und musste mich wirklich von dem Ganzen erholen. Ich fühlte mich bevormundet, behandelt wie ein Kind, habe ich alles falsch gemacht? Da hatten eine studierte hochintelligente und eine Dumme, die immer dümmer wurde bei jedem angeblichen Fehler eine Reise gemacht. Für mich was es das erste Mal und letzte Mal. Deine Fragen nach dem Bewusstsein, was passiert nach dem Tod, Wiedergeburt und Geist unabhängig vom Körper, finde ich auch spannend. Ja, es kann keiner beantworten aber bestimmt stellen sich alle die Fragen. Da ich das „Universum“ um etwas bitten kann, habe ich auch versucht mal ein Zeichen von meiner verstorbenen Zwillingsschwester zu bekommen, aber es gab da keine Anzeichen. Irgendwie denke ich aber, dass das nicht geht und dennoch die Seele nicht stirbt. Ich würde gern wissen wo die Seele von bösen Menschen hinkommt und wo die Seele von sogenannten guten Menschen hinkommt. Bleibt die Seele dann böse oder wird sie gut? Eine Hölle gibt es für mich nicht. Deine Sehnsucht nach deiner Frau kann ich nachvollziehen. Hoffentlich klappt es mit dem Flug. Hast du deine Marion von der Ausbildungsgruppe getroffen und wieder erkannt? Wie war das Treffen? Liebe Grüße Ilona   P.S.: Ein Foto von der Gurkenpflanze auf dem Balkon und ein Unterwegs-Foto von meiner geliebten Fahrradtour.
05:50 Uhr
2026.06.25
(kein Text)
06:44 Uhr
2026.06.29
Lieber Jürgen, vielen Dank, dass du mir wieder geschrieben hast. Ich habe mich darüber sehr gefreut. Deine aufbauenden Zeilen über die Reise haben mir sehr geholfen. Drei Freundinnen konnte ich es auch erzählen und mit der google KI habe ich lange geschrieben. Da wird schon geschrieben was man lesen will, ich habe aber auch hinterfragt und es wurde geschrieben wie ich mich fühle und da habe ich mich verstanden gefühlt. Die Tränen sind geflossen und danach konnte ich es ruhen lassen. Du hast auch die passenden Worte, wenn ich dir etwas trauriges schreibe, danke dafür. Ich schätze es sehr. Deine Vorstellung über ausgeprägte Wahrnehmungen finde ich gut. Das du da nicht gleich abblockst, sonders dir Gedanken machst, spricht für dich. Ja, so etwas kann man nicht erzwingen. Wie du schon geschrieben hast, erfüllt sich der Wunsch später, vielleicht nach ein paar Tagen. Drauf warten ist keine gute Idee. Schön, dass du eine gute Zeit mit Marion hattest. Sich mit einer Person gut unterhalten ist immer eine Bereicherung. Wir 4 Mädels hatten wieder einen Termin gefunden und wollten nach Leipzig fahren. Am Abend zuvor guckte ich in die App nach der Zugverbindung und es war schrecklich. 3 mal Zugumstieg und 2 mal Busumstieg. Eigentlich brauchen wir nur einmal umsteigen. Da war klar, dass wir das nicht machen werden und nun ist alles wieder auf Anfang. Deine Woche war ja wieder voll gepackt mit Terminen und Hilfsbereitschaften. Bei dem Ausbuddeln des Kirschbaumes war ich neidisch geworden. So etwas habe ich immer gern gemacht wenn ich einen neuen Garten genommen habe. Am letzten, noch erträglichen Tag, war ich schon um 8-12 Uhr unterwegs mit dem Fahrrad. Die Temperaturen waren da noch gut, kein Wind und der Fahrtwind war angenehm. Heute ist endlich die Hitze vorbei. Bei 26 Grad fahre ich noch Fahrrad um die Mittagszeit. Von Freitag bis Sonntag war ich zu Hause. Die Hitze war kaum auszuhalten. In der Wohnung hatte ich am Samstag und Sonntag 31 Grad. Die Blumen, Gurken- und Tomatenpflanzen auf dem Balkon brauchten jeden Tag Wasser. Täglich verbrauche ich dann 25 Liter. Morgen gehe ich wieder mit meine Freundin Alex bei Edeka frühstücken. Letzte Woche Montag war ich mit der anderen Freundin Bianka in Klaistow zum Spargel-Buffet essen. Leider ist mein Geschmackssinn wieder runter auf 10 Prozent. Das einzige was ich geschmeckt habe war die Heidelbeer-Limonade. Ich weiß nicht genau auf welcher Reise ich in einem Fahrradgeschäft einen Fahrradhelm anprobiert habe der mir gefallen hat. Es könnte Dresden gewesen sein. Das Geschäft war nicht wie die meisten Geschäfte sind. Wenn man reinkommt geht man gleich eine steile Treppe hoch. In der ersten Etage war ein großer Pool wo man das Paddeln ausprobieren kann. Die Treppen dann weiter hoch war die Fahrradabteilung. Kennst du das Geschäft? Wann ja, könntest du mir den Namen von dem Geschäft sagen? Dann könnte ich nach dem Sortiment der Fahrradhelme googeln. Ich hoffe, du konntest die Reise buchen. Wie lange habt ihr euch nicht mehr gesehen? Liebe Grüße Ilona
18:57 Uhr
2026.07.04
(kein Text)
07:14 Uhr
2026.07.12
Lieber Jürgen, vielen Dank für deine Zeilen. Gespannt lese ich sie dann. Ich nehme dir nicht über, dass du mal länger Zeit brauchst zum Schreiben. Es ist schön eine Brieffreundschaft zu haben. Heute ging es mir ähnlich wie dir. Den ganzen Tag schob ich einen Brief schreiben an dich immer zu weiter. Jetzt, heute Abend fange ich an zu schreiben und da meldet sich mein Sohn mit Sprachnachrichten und Videos. Kommt nicht so oft vor, aber er war Kitesurfen an der Nordsee das erste Mal und da hat er mir beeindruckende Videos geschickt. Deine Störungen waren gravierender. Konntest du alles aufklären? Du hattest recht, es ist das Sportgeschäft Globetrotter, leider konnte ich nichts über die Fahrradhelme herausfinden. Ich bin gerade von Bamberg zurück. 3 Tage haben gereicht. Die Stadt hat mir nicht so gefallen, aber die Tage dort waren sehr schön. Wir haben viel unternommen, die Stadt, zum Michelsberg hoch gewandert, Eis essen (sehr wichtig :-))) und am Abend Cuba Libre an der Bar. Ich habe dir etwas voraus… ich bin schon im Frühjahr 66 Jahre alt geworden. Am Freitag kam im Fernsehen eine weitere Folge von 99 – Wer schlägt sie alle?. Die davor hatte ich auch gesehen und am 17.07. ist das Finale. Ich finde die Sendung spannend und am Freitag und Samstag war ich wieder mit dem Fahrrad unterwegs, jeweils 4 Stunden a 65 km. Diese Woche wird es wieder heiß. Die Freundin, mit der ich in Bamberg war, ist jetzt die ganze Woche verreist und ich werde in ihrem Garten alles gießen und ich kann ernten was ich möchte, Kohlrabi, Gurken, Heidelbeeren und mal sehen was noch so reif ist. Die nächsten Reisen sind dann noch 1 Tag nach Warnemünde und 3 Tage zu meinem Sohn. Wenn du dich vielleicht jetzt wunders, dass ich nichts über meine Tochter schreibe, so hat es seinen Grund. Sie möchte so gut wie keinen Kontakt. Es waren 2 x ein halbes Jahr dann 3,5 Jahre und jetzt nach einem Jahr Kontakt wieder 1 Jahr wo sie sich ohne Worte nicht meldet. Jedes mal suchte ich den Kontakt herzustellen, aber dieses mal tut es nicht mehr so weg. Ich kann nur vermuten warum sie das macht, aber darüber nachdenken will ich nicht mehr. Ich wünsche dir eine gute Woche. Liebe Grüße Ilona
20:48 Uhr
2026.07.14
(kein Text)
07:19 Uhr
2026.07.19
Lieber Jürgen,   vielen Dank für deine Nachricht. Du hast sehr schnell geantwortet. Zufällig guckte ich in meinem Postfach und habe mich sehr gefreut.   Von Dresden nach Briesen ist es kein Katzensprung. Du hast bestimmt ein Deutschlandticket? In Briesen war ich auch schon zwei mal zum Waldweihnachtsmarkt. Schön, dass ihr einen Ausflug zum Spreewald gemacht habt. Diesen Wunsch hatte ich mir im vergangenen Jahr erfüllt. Vor vielen Jahren, als meine Kinder noch Kinder waren, sind wir da gewesen und nun wollte ich es noch mal sehen. Alles hat sich verändert nur die Spreewaldkähne sind noch so geblieben. Das war sehr entspannend.   Ketogene Ernährung musste ich erstmal googeln. Das kenne ich, wusste aber nicht, dass es so heißt. Trennkost habe ich schon oft gemacht. Da wird entweder Kartoffeln mit Gemüse oder Gemüse mit Fleisch gegessen. Das belastet nicht so den Magen. Ich denke mal, um dein kleines Bäuchlein loszuwerden brauchst du keine 3 Monate. Trotzdem, Hochachtung! wenn du 3 Monate es durchziehst. Vielleicht gefällt es dir und du bringst es in deine Ernährung mit ein.   Die Aussage von dir "Eine Tür kann man offen lassen - hindurchgehen muss der andere Mensch selbst." ist super. Wie du es gemerkt hast bin ich an diesem Punkt angelangt. Wenn sie sich jetzt nach einem Jahr melden würde, bin ich noch nicht bereit sie sehen zu wollen.   Die Chronik der Waldwanderer ist jetzt wieder auf dem neuesten Stand und die Datenschutzerklärung ist genehmigt. Eine kleiner Zusatz fehlte noch. Nun kann es an alle Mitglieder zur Unterschrift verteilt werden.   Meine Schule hatte "Geburtstag", zu den Feierlichkeiten war ich hin gewesen. Das ist natürlich schön, wenn man Lehrer und Bekannte wiedersieht. Durch Zufall lernte ich eine Frau kennen, die mir erzählt hat, dass meine Mutter den Zwillingskinderwagen von ihrer Mutter bekommen hatte. Meine Schwester und ich waren also in den selben Kinderwagen 😀   Gestern und heute hat es sich so ergeben, dass meiner Freundin Alex mich mitgenommen hat zum Eis essen. Gestern in Magdeburg im Alleecenter und heute mit dem Auto nach Jerichow. Meine Tomaten werden jetzt auf dem Balkon langsam rot. Dieses Jahr klappt das mit der "großen" Ernte. Es sind viele dran. Das Wetter ist nicht besonders und Radtouren fallen aus.   An den heißen Tagen hatte ich Besuch auf dem Balkon. Jeden Tag war der Vogel da und trank das Gießwasser aus dem Blumentopfteller.   Hat alles gut mit deinem Bruder geklappt, so dass die OP stattfinden kann?   Liebe Grüße Ilona
21:03 Uhr
2026.07.24
(kein Text)
07:06 Uhr
2026.07.27
Lieber Jürgen, vielen Dank für deinen Brief und deine privaten Einblicke. Du bist viel unterwegs und deine Arbeit kommt manchmal bestimmt zu kurz. Deine Erfahrungen über das Jobcenter kann ich nur bestätigen. Das war schon damals so als ich so zwischen 2002 bis 2010 arbeitslos war. Wenn ich da mal einen Job bekommen habe, nur für ein Jahr, dann taten sie so als ob sie diesen Job für mich gefunden haben. Bei der Abmeldung beim Jobcenter habe ich aber dann bei der Frage „Wie haben Sie die Arbeitsstelle gefunden?“ immer „Die Arbeitsstelle bekam ich auf meine Bewerbungsanfrage“ geschrieben. Ein 1-Euro Job vom Jobcenter als Kinderbetreuung, hatte ich mal abgelehnt, da herauskam, dass es vorher eine normale Arbeitsstelle als Reinigungskraft war. Im Ablehnungsscheiben schrieb ich „Ich nehme den 1-Euro Job nicht an, da es falsch ausgeschrieben wurde und es eine Putzstelle ist. Eine Putzstelle nehme ich gern an wenn ich dafür einen richtigen Arbeitsvertrag bekomme.“. Es ist auch so, dass die Angestellten im Jobcenter nicht alle Fragen beantworten dürfen. Damals waren viele arbeitslos und es sprach sich rum wie und was man tun kann. Z. B. bin ich zu jemanden gezogen und habe es ordnungsgemäß beim Jobcenter eingereicht. Die Sache ist, wenn man zu jemand zieht, bekommt man ein Jahr lang noch die Geldleistungen und nach der Drohung „Damit kommen sie nicht durch.“ habe ich mich nicht beirren lassen und bekam es ein Jahr lang. Ich freue mich für deinen Bruder, dass er die Lichtblitzanlage bewilligt bekommen hat. Der Kuchen auf dem Foto sieht lecker aus und die Bilder vom Garten sind prima. Ich bin noch zwei mal mit dem Fahrrad unterwegs gewesen. Einmal mit meine Radfahrfreundin 70 km nach Ziesar. Nur mal so die Info, Ziesar wird nicht Zie...sar ausgesprochen, es heißt Zi...esar. Jetzt habe ich die 2000 geknackt. Dieses Jahr bin ich bis jetzt 2005 km gefahren. Und jetzt ist wieder schlechtes Wetter. Ja, die Umgebung ist flach. Ab der Magdeburger Börde bis weit in die Altmark ist es ideal mit dem Fahrrad zu fahren und mit sehr vielen Radwegen z. B. der Elbe-Havel Radweg ist sehr schön. Heute Nachmittag laufe ich zum Supermarkt um mich zu bewegen, 6 km hin und zurück. Ich wünsche dir eine gute Woche. Liebe Grüße Ilona
07:07 Uhr
2026.07.28
(kein Text)
07:26 Uhr
2026.08.04
Lieber Jürgen, vielen Dank, dass ich dich im Zug begleite. Wenn man die Leute im Zug beobachtet sieht man, dass die meisten Menschen etwas mit dem Handy machen, einige lesen ein Buch, einige arbeiten am Laptop, ganz wenige unterhalten sich und ich beobachte Menschen und gucke mir die Landschaft an. Danke dir, für die Glückwünsche auf meine 2005 km Leistung. Supi!, dass du mal wieder auf dem Fahrrad gestiegen bist. Es stimmt, Fahrrad fahren verlernt man nicht und durch ein bisschen Übung ist man schnell wieder im Training. Nachdem du viele Stunden am Computer arbeitest hast du einen guten Ausgleich bei den handwerklichen Arbeiten bei deiner Schwester und Exfrau. Du bist in dieser Hinsicht auch sehr handwerklich begabt. Ja, es ist ein weites, flaches Land die Altmark. Meine Radfahrfreundin und ihr Mann mögen Fahrrad fahren im Wald und möchten nicht die Radfahrwegen an der Straße entlang, nicht am Elbe-Havel-Kanal entlang und auch nicht auf den Deichen entlang fahren. Das alles mag ich und ein Kompromiss finden wir immer, damit jeder seinen Spaß hat. Als Kind war ich viel draußen und beachtete die Wiesen, die Bäume, den Himmel, die Wiesenblumen. Es gab mir den innerlichen Frieden, Tagträume und ich war einige Stunden weg von zuhause. Das alles finde ich bei meinen Radtouren wieder und schwelge in meinen Kindheitserinnerungen. Ich schreibe dir ein paar Passagen aus einer Geschichte, die ich bei der Reha 2018 spontan im Kopf hatte und gleich aufgeschrieben habe.   „Die Birke In Kindheitstagen rannte ich meinen Spielkameraden hinterher. Ganz plötzlich blieb ich stehen und lauschte. Der Wind brachte die Birkenblätter zum tanzen. Das war so ein inniges Gefühl, so dass ich eine Weile innehalten musste. … Ein Leben lang dachte ich an das Geräusch, fand es aber nicht mehr. Ich fand das innige Gefühl für die Natur nicht mehr. Nun sitze ich hier unter einem Baum und plötzlich war das Geräusch wieder da. Der Wind brachte die Blätter zum tanzen. … Der Baum war eine Pappel - für mich war es eine Birke.“   Das war auch eine Art Heilung für mich. Vor zwei Jahren hatte ich die Gelegenheit einen Schriftsteller aus meiner Stadt die ganze Geschichte vorzulesen. Er hatte gute Worte für den Aufbau der Geschichte und lobte mich. Ich freue mich wieder über einen Brief von dir. Wünsche dir eine gute Woche und pass auf dich auf. Liebe Grüße Ilona
07:48 Uhr
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